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Ehrensperger Serge, 1935-2013, Schriftsteller

Serge Ehrensperger
08.03.1935
24.11.2013

Serge Ehrensperger war Schriftsteller und Autor und hatte ausserhalb der Literaturszene keine breite Bekanntheit. In Winterthur erlebte er 1982 Aufmerksamkeit mit seinen Stellungnahmen und der Veröffentlichung seines Romans „Prozesstag“. In dieser Veröffentlichung setzte er sich mit den Winterthurer „Wirren“ anfangs der 1980er-Jahre auseinander.

Serge Ehrensperger wurde 1935 in Winterthur-Seen als Sohn eines Schweissers geboren. Er studierte Germanistik, Geschichte, Psychologie und Philosophie in Zürich, Paris und Tübingen, Er promovierte 1962 über Novalis bei Professor Emil Staiger. Sein Berufsleben begann Ehresperger als Korrespondent der «Tat» in London (1962-1965.

Weiter betätigte er sich als Werbetexter, Marktpsychologe, später Lektor in Madrid und auch anderenorts Professor für Deutsch – auch am Winterthurer Technikum. Vor allem aber war er freier Schriftsteller und Journalist. Die wichtigsten Werke sind: «Prinzessin in Formalin» (1969), «Prozesstage» (1982), «Francos langes Sterben» (1987), «Kubaleks Kartone» (1999), «Das Messer der Jahre» (2007), vieles anderes mehr: Erzählungen, Romane, Gedichte.


Lebensdatren Ehrenperger Serge
08.03.1035
geboren in Winterthur-Seen
ab 1954
Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Zürich, Genf, Paris und Tübingen
1955-1958
Psychoanalyse bei Dr. med. FMH Wladimir Alexandrow in Zürich
1962
Promotion bei Emil Staiger in Zürich über Novalis, Volantariat Auslandredaktion NZZ
1962-1965
politischer Korrespondet der Schweizer Zeitschrift "Die Tat"  in London
1965
Heirat in London mit der Pariser Kunstmalerin Maossama Farman-Farmaian, einer Prinzessin aus der persischen Kadjar-Dynastie und Inhaberin des "Marché Persan", Neumarkt 16, Zürich
1965-1967
Werbetexter bei Mather & Crowther (Shell) in London und Vizedirektor der Europäischen Hauptniederlassung von Ernest Dichte Ltd. New York für Motivforschung in Zürich mit Dr. H.P. Doebeli
1967
Scheidung
1967-1971
Schweizer Feldforschung für Dr. Haupt GmbH, Nürnberg
1971
Verlagslektor und Gymnasiallehrer in Hamburg
1972-1976
Honorarprofessor an der Universität Complutense in Madrid und Korrespondent für Schweizer Zeitungen aus Madrid und Lissabon
1975-1984
freier Schriftsteller in Madrid, Zürich und Winterthur
1981-1986
Literaturkritiker bei Radio DRS
1984-1994
Lehrbeauftragter für Kultur, Gesellschaft und Sprache am Technikum Winterthur
1993
Ehe mit der Hauswirtschaftslehrerin Lidwina Insenegger,
1994
Tod der Ehefrau Isenegger
ab 1994
freier Schriftsteller in Madrid und Winterthur
24.11.2013
Tod in Winterthur
Kulturschaffende
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