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Schulhaus Oberseen

18.08.1997

Gotzenwilerstr. 12

8405 Winterthur ZH

052 235 02 60


Die Seemer Bevölkerung hat sich ab zirka 1966 durch starke Bautätigkeit schnell vergrössert. Diese Zunahme hat sich stetig vergrössert. So lauten die Zuwachszahlen ab 1980 bis 1992 von 10‘547 auf 13‘439 Einwohner. Diese Zahlen riefen nach zusätzlichen Schulzimmern.

Foto: Christoph Bantli

Die starke Bautätigkeit in Seen und die damit verbundene Zunahme der Bevölkerungszahl manifestiert sich auch im Schulhausbau. Es entstanden 1971 das Schulhaus Tägelmoos (18 Klassenzimmer); 1976 Schulhaus Steinacker (21 Klassenzimmer), 1980 Schulhaus Büelwiesen mit einem Pavillon-Provisorium (4 Klassenzimmer), 1989 Schulhaus Büelwiesen mit Provisorium auf der Spielwiese (6 Klassenzimmer) und 1990/91 Umbauten in den Schulhäusern Iberg, Eidberg und Sennhof (Wohnungen in Schulzimmer). Der Raumbedarf konnte damit nicht aufgeholt werden.

Foto: Christoph Bantli

Nach einer langen Vorgeschichte konnte im September 1994 mit dem Aushubarbeiten für das neue Seemer Schulhaus Oberseen begonnen werden. Eine dieser Verzögerungen war zum Beispiel eine Forderung der kantonalen Erziehungsdirektion eine Kosteneinsparung von rund 8 Millionen Franken vorzunehmen. Das führte zur Reduktion von Nebenräumen und zu generellen Komfort- und Standardverminderungen. Nach den Sommerferien 1997 war es dann aber endlich so weit. Das neue Schulhaus konnte in Betrieb genommen werden. Die Aufnahme des Schulbetriebes durch 12 Primar- und 12 Oberstufenklassen fand am 18. August 1997 statt. Am 22. August 1997 folgte die offizielle Bauübergabefeier.

Die Architektengemeinschaft Giovanni Cerfeda und Sepp Fent zeichnen für den Bau diese Schulanlage verantwortlich. Die Schulgebäude bestehen aus zwei nach Süden und zum Chräbsbach hin orientierten Schultrakten und einem zentralen Baukörper, dem sogenannten Werken- und Turnentrakt. Zwischen den Bauten verbindet ein langgezogener, attraktiver Aussenraum den Arealzugang mit allen Gebäudezugängen, den Pausenplätzen und dem Hartplatz. Auf der anderen Seite des Chrebsbaches befindet sich die Spielwiese.

Foto: Christoph Bantli

Die beiden dreigeschossigen Schultrakte, der Primarschulteil mit 12 Klassen und der Oberstufenteil mit ebenfalls 12 Klassen, sind jeweils in drei aneinander gereihten Einheiten mit je einem Eingang und einer Treppenanlage gegliedert.

Der Werken- und Turntrakt ist nach den verschiedenen Nutzungen gegeliedert. Der Singsaal, die Werkräume der Oberstufe, der Hort und die Dreifachturnhalle mit den Garderoben sind so angeordnet, dass sie einander nicht beeinträchtigen.

Das ganze Konzept in seiner einfachen und verständlichen architektonischen Gestaltung gewährleistet, dass die rund 600 Schüler sich auch in dieser grossen Anzahl wohl fühlen können.

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