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Schulhaus und Doppelturnhalle Geiselweid

06.05.1901

St. Gallerstrasse 1

8400 Winterthur

Tel. 052 212 291 11


Mit Beginn des Schuljahres 1890/91 hatte die Primarschule im Altstadtgebiet gegen Raumnot zu kämpfen. Die damalige günstige wirtschaftliche Entwicklung und das Tempo der Bevölkerungszunahme hielten an und die Quartiere im Osten der Stadt, Geiselweid und Deutweg, waren in rascher Entwicklung begriffen.

Also galt es den Bau eines neuen zusätzlichen Schulhauses in Angriff zunehmen. 1899 konnte man mit dem Kauf eines Teilareals von 5300 m2 des Lindengut-Parks ein geeignetes Landstück erwerben. Verkäufer war der in der Villa Lindengut wohnende Dr. phil. + h.c. Eduard Sulzer-Ziegler. Dass Eduard Sulzer einen Teil seines Parks für einen Schulhausbau abgab erstaunt nicht, wenn man weiss wie er der Jugend zugetan war. Als soziale und sportliche Persönlichkeit war er Initiant der offenen Eisbahn Zelgli, des Schwimmbades Geiselweid sowie des Ferienheimes Schwandenberg gewesen.

Am 6. Mai 1901 konnte das von Architekt Walter Furrer (1870-1949) erstellte Schulhaus eingeweiht werden. Die Kosten betrugen Fr. 560'000.00. Das Schulgebäude hatte 17 Schulzimmer, drei Handfertigkeitsräume, zwei Arbeitsschulzimmer, einen Baderaum, eine Schulküche und einen Singsaal. Das Schulhaus Geiselweid galt als eines der schönsten und zweckmässigsten Schulhäuser des Kantons Zürich. Nebst den üblichen Unterhaltsarbeiten waren erst 1965 die erste Umbautätigkeit bzw. Erneuerungen nötig. In den folgenden Jahren mussten nun laufend Totalrenovationen der Unterrichtsräume etappenweise vorgenommen werden.

1976 wurde im 2. Obergeschoss eine Schülerbibliothek eingerichtet. Auch die Sandsteinfassaden mussten saniert werden. Bis 1980 dauerte die Sanierung und Überholung des Schulhauses. 1958 wurde eine Doppelturnhalle hinter dem Schulhaus erstellt. Das Gebäude mit zwei übereinander liegenden Turnhallen wurde durch die Architekt Schoch und Heusser erstellt. Die alte Einfachturnhalle im Eck Adler/Gärtnerstrasse hatte ausgedient und wurde abgebrochen. Heute befindet sich dort ein Parkplatz. 1983 und 2006/07 erfolgten wieder Erneuerungen mit grösserem Kostenvolumen.

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