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Krämer fürs Wohnen

01.02.1907

Marktgasse 23

8401 Winterthur

Tel. 052 212 24 21


Krämer fürs Wohnen ist 2007 100-jährig geworden. Es war eines der wenigen Familienunternehmen, die noch in der Marktgasse verblieben sind. Aber auch diesem Unternehmen wurden die sich immer folgenden Mietzinserhöhungen zu viel. 2015 schliesst es an der Markgasse. Ein Projekt am Neumarkt ab 2016 ein neues Geschäftsdomizil zu eröffnen liess sich nicht realisieren.

Aus den in Altdeutsch geschriebenen Reisebüchern von Fridolin Krämer sen. kann man entnehmen, dass er in Winterthur 441 Meter über Meer am 1. Februar 1907 eine Einzelfirma (Sattlerei Tapezierer Dekorateur) mit Werkstatt an der Technikumstrasse gegründet hat. 1909 wird das Domizil an die Rudolfstrasse, 1914 an die Wartstrasse 10 verlegt. Dort wird erstmals ein Verkaufsladen eingerichtet. 1941 übernimmt Fridolin Krämer (2. Generation) das Geschäft und zügelt den Laden an der Bankstrasse. Werkstätten und Lager bleiben an der Wartstrasse und werden mit der Wartstrasse 12 erweitert. 1953/56 wurde das Winterthurer Vorhangstübli an der Metzgasse 16 eröffnet. Das Nähatelier zügelt an die Metzgasse und später an die Marktgasse. Auch wird eine Werkstatt an der Tösstalstrasse in Betrieb genommen. 1968 wird das Winterthurer Vorhangstübli durch einen Umbau in die Boutique „Metzgasse 16“ verwandelt. 1969 findet die Eröffnung des Ausstellungsraumes in der Hypo-Bank (Stadthausstrasse) statt.

1970 wird das Unternehmen eine AG (Krämer Innendekoration AG). 1971 tritt mit Thomas Krämer die 3. Generation ins Geschäft ein. Er ist neuer Geschäftsführer und –Inhaber. 1973 wird das Verkaufslokal an die Marktgasse 45 verlegt und die Werkstatt, das Nähatelier und das Lager neu am Reitweg eingerichtet. 1983 findet erneut eine Neuausrichtung statt. Der Laden kommt an die Marktgasse 23 und man trennt sich von der Metzgasse 16. 1990: Eröffnung Krämer fürs Objekt als Etagengeschäft an der Steinberggasse 20. Die Teilfirma „Krämer fürs Objekt“, 1988 gegründet, wird 1994 an den Mitarbeiter Kaspar Diener veräussert. 2002 tritt mit Dominik Krämer die 4. Generation ins Geschäft ein. Im März 2007 kommt Herr Hans Dubler ins Geschäft und übernimmt als Mitinhaber die Geschäftsführung von Thomas und Dominik Krämer.

Privatarchiv Krämer

Das Aus für "Krämer fürs Wohnen"

Nach 32 Jahren an der Marktgasse 23 in Winterthur wurde die renommierte Einrichtungsfirma Krämer Innendekoration AG, welche auf vier Etagen an bester Lage ihr hochwertiges Designsortiment an Möbeln, Leuchten, Accessoires und Textilien präsentierte, aus betriebswirtschaftlichen Gründen geschlossen. Am Freitag, 12. Juni 2015, musste nun letztlich die Insolvenz erklärt und der Betrieb eingestellt werden. Das Einrichtungshaus befand sich ganz im Besitz der Familie Krämer, bis 2007 sowohl Geschäftsanteile als auch die Geschäftsführung an Hans Dubler übergingen. Zwei Jahre später wurde das ganze Geschäft von Thomas und Luisa Krämer an Hans Dubler und Roland Hofer verkauft. Der Name Krämer als Markenzeichen aber blieb. Seit 2007 ist die Familie Krämer nicht mehr Eigentümerin des Einrichtungshauses. Verschiedenen Bemühungen den Betrieb und den Namen Krämer als Einrichtungshaus zu retten schlugen fehl. Im November 2015 wurden in einem Brief den Kunden mitgeteilt, dass keine Nachfolgeregelung in Kraft tritt und der Namen „Krämer fürs Wohnen“ per 30. November 2015 nicht mehr weitergeführt wird. Das renommierte Design- und Möbelhaus Späti aus Wil SG (Geschäftsführer Armin Pfister) werde im Frühjahr 2016 in der neuen Lokalität im Neumarkt 1 (vorher Tiefbauamt der Stadt Winterthur) einziehen und den Bereich „Ansprüche für modernes Wohnen“ weiterhin abdecken.

KMU
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