w i n t e r t h u r - g l o s s a r . c h


Schulhaus Römerstrasse (bis 2015 SH Ausserdorf Oberi)

1886

alte Römerstrasse 2

8404 Winterthur


Das starke Wachsen des Stadtkreises rief nach einem zweiten Schulhaus. Noch war das Schulhaus Oberi-Dorf an der Römerstrasse 180 im ehemaligen Dorfzentrum aus dem Jahre 1825 mit 200 Schulkindern und zwei Schulzimmern (!) das einzige Unterrichtsgebäude. Auf dem Areal eines früheren Bauernhauses entstand 1886 das Ausserdorf-Schulhaus an der Ecke Talacker-/Römerstrasse.

Das Ausserdorf-Schulhaus Oberwinterthur (seit 2015 „Schulhaus Römerstrasse") ist ein klassischer Schulhaustyp, wie er in der damaligen Zeit zu Dutzenden in einer nahen und fernen Umgebung erstellt wurde. Noch heute thront es ehrwürdig in der hälftigen Distanz zwischen dem Talacker-Schulhaus (erbaut 1898/99) in der Talsohle und dem Lindberg-Schulhaus, das am Waldrand zum Lindberg 1935 erstellt wurde.

„S’roti Schuelhuus“, wie es wegen seiner Fassadenfarbe liebevoll genannt wird, konnte am 26 September 1886 bezogen werden. Es enthielt vier Unterrichtszimmer und kostete damals Fr. 66‘000.00. Zwanzig Jahre später wurde dem Schulhaus eine Turnhalle beigefügt. Sie wurde nach den Plänen von Architekt Sigrist ausgeführt und konnte im August 1908 bezogen werden. Als wohl erste Winterthurer Turnhalle erhielt sie an der westlichen Stirnseite eine kleine Gallerie, von der aus der Turnunterricht beobachtet werden konnte. Der Bau reichte dem Architekten nicht zur Ehre. Die Baukosten wurden um 20% überzogen und der Kostenvoranschlag hatte nur das allernötigste beinhaltet. Es fehlte die Balkenlage unter dem Bretterboden und die Schlackenauffüllung. Weder Blitzschutz, noch Turngeräte, Beleuchtung und Umgebungsarbeiten waren vorgesehen. Die damalige Anspruchslosigkeit zeigt auch, dass der Boden direkt auf die blosse Erde verlegt wurde und die Backsteinwände unverputzt blieben. Schon bald musste repariert werden und die Halle blieb ein Sorgenkind des Gebäudeunterhalts. Dreiviertel Jahrhundert wurde am Bau herumgeflickt, wurde isoliert, gestrichen, angebaut – um ihn schliesslich abzubrechen und durch eine zweckmässige Doppelturnhalle zu ersetzen. Der Neubau war allerdings auch Hundertmal teurer als der Erstling. Die Einweihung fand am 21. August 1982 statt.

im Hintergrund die neue Doppel-Turnhalle

Zwanzig Jahre später wurde dem Schulhaus eine Turnhalle beigefügt. Sie wurde nach den Plänen von Architekt Sigrist ausgeführt und konnte im August 1908 bezogen werden. Als wohl erste Winterthurer Turnhalle erhielt sie an der westlichen Stirnseite eine kleine Gallerie, von der aus der Turnunterricht beobachtet werden konnte. Der Bau reichte dem Architekten nicht zur Ehre. Die Baukosten wurden um 20% überzogen und der Kostenvoranschlag hatte nur das allernötigste beinhaltet. Es fehlte die Balkenlage unter dem Bretterboden und die Schlackenauffüllung. Weder Blitzschutz, noch Turngeräte, Beleuchtung und Umgebungsarbeiten waren vorgesehen. Die damalige Anspruchslosigkeit zeigt auch, dass der Boden direkt auf die blosse Erde verlegt wurde und die Backsteinwände unverputzt blieben. Schon bald musste repariert werden und die Halle blieb ein Sorgenkind des Gebäudeunterhalts.

1926 wurde wieder gebaut. Eine Erweiterung und Aufstockung schaffte zusätzliche drei Schulzimmer. Das Gebäude bekam seine rote Fassade, sodass es künftig nur noch „s’rote Schuelhuus“ war.

Dreiviertel Jahrhundert wurde am Turnhallen-Bau herumgeflickt, wurde isoliert, gestrichen, angebaut – um ihn schliesslich abzubrechen und durch eine zweckmässige Doppelturnhalle zu ersetzen. Der Neubau war allerdings auch hundertmal teurer als der Erstling. Die Einweihung fand am 21. August 1982 statt.

Der Projektverfasser, Architekt Hans Bremi, hat die neue Turnanlage zweckmässig projektiert und so gestaltet, dass sie sowohl zum Schulhaus Ausserdorf wie zum Schulhaus Rychenberg passt und sich auch in das umliegende Wohnquartier einfügt. Übereinandergelegen wurden zwei Normturnhallen mit sämtlichen Nebenräumen, sowie ein öffentlicher Schutzraum erstellt. Die Turnhalle im Untergeschoss wurde speziell ausgerüstet für die Bedürfnisse der beiden Radballvereinen ATB und RVW. Silvio Mattioli hat mit seiner Bronzeplastik das Turnhallengebäude geschmückt und dessen Verwendungszweck in seiner Sprache dargestellt. Siehe auch Glossar Eintrag „Mattioli“

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