w i n t e r t h u r - g l o s s a r . c h


Altwegg Jürg *1970, Stadtrat GP, Elektroingenieur

Jürg Altweg
1970

Jürg Altwegg, *1970, ist Elektroingenieur HTL und Grüner Politiker. Seit 2008 ist er Mitglied des Winterthurer Stadtparlaments und 2014/15 des Kantonsrates Zürich. 2017 schaffte er die Wahl in den Winterthurer Stadtrat. Er übernahm per 1. Juli 2017 das Departement "Schule und Sport".

Foto: winbib, Marc Dahinden (Signatur FotDig_Lb_004-167)

Jürg Altwegg (*1970) hat folgenden Ausbildungsweg durchschritten: 1986: Lehre als Fernseh-Radio-Elektriker; 1994: Studium der Elektrotechnik am Technikum Winterthur und 2000 erwarb er den Eidg. Fachausweis für Erwachsenenbildner.

Für ihn ist der Weg über Lehre und Fachhochschule eine wichtige Errungenschaft der Schweiz. Altwegg wurde 2008 in den Gemeinderat von Winterthur gewählt. Bis 2014 war er Mitglied in der Bau- und Betriebskommission. Seither präsidiert er die Kommission für Soziales und Sicherheit und die Grüne-Gemeinderatsfraktion.

Er hat mit allen diesen Tätigkeiten bereits eine sehr grosse politische Erfahrung aufgebaut. Bei den Gemeinderatswahlen im Februar 2014 wurde er mit einem absoluten Spitzenresultat wiedergewählt. Seine breite politische Abstützung sowie hervorragende Vernetzung zeigte sich auch darin, dass er stadtweit die meisten Panaschierstimmen sammeln konnte.

Seine politischen Hauptthesen sind: Langsamverkehr und öV stärken, Alternative Stromerzeugung vorantreiben und Abhängigkeit von Erdöl minimieren. Am Projekt „Giesserei“ in Oberwinterthur war Altwegg massgeblich beteiligt. Er amtete bei der Realisierung als Projektleiter.

Das „Mehr-Generationen-Haus“ der Gesewo bietet seit 2013 155 Wohnungen, ein Biorestaurant, einen Veloladen, eine Quartierbibliothek, ein Tageszentrum für Hirnverletzte, eine Praxisgemeinschaft, für die Hausgemeinschaft einen grossen Saal, Werkstätten, Waschsalons sowie eine „Pantoffelbar“ mit Dachterrasse.

Foto: winbib (Signatur FotDig_Mader_0380)

Die Siedlung ist autofrei und als 6-geschossiger Holzbau im Minergie-P-Eco Standard realisiert. Siedlungsinfrastruktur sowie die Umgebungsgestaltung wurden in einem partizipativen Prozess als Teil des Generationenkonzepts ausgearbeitet. Das Haus wird durch einen Hausverein selbst verwaltet. Es versteht sich von selbst, dass Altwegg auch dort zu Hause ist.

Als im September 2014 die Winterthurer Grüne Lilith Hübscher ihren Rücktritt aus dem Kantonsrat erklärte, rutsche Jürg Altweg als nächster Ersatz in das kantonale Parlament nach. Altwegg meint dazu: «Der Kantonsrat ist für mich die logische und spannende Weiterentwicklung meines politischen Engagements. Ich werde mich auf Kantonsebene für die Energiewende, eine nachhaltige Wohnbaupolitik sowie einen fairen Zentrumslastenausgleich einsetzen. Dabei stütze ich mich stets auf meine Wurzeln in Winterthur: Eine Stadt, die mir am Herzen liegt!»

Das Gastspiel in Zürich dauerte nur ein knappes Jahr. Bei den Gesamterneuerungswahlen im Frühjahr 2015 verloren die Grünen im Wahlkreis Stadt Winterthur einen Sitz. Auf dem zweiten Listenplatz hinter Martin Neukomm reichte es Altwegg nur auf den ersten Ersatzplatz.

Ersatzwahl in die Winterthurer Stadtregierung 2017

Durch den vorzeitigen Rücktritt von Stadtrat Matthias Gfeller (Grüne) wurde auf den 12. Februar 2017 eine Ersatzwahl in die Winterthurer Exekutive angesetzt. Fünf Kandidaten meldeten ihr Interesse für diese Funktion an und stellten sich zur Wahl. Auch Jürg Altwegg stellte sich dieser Herausforderung. Die Ausgangslage war nicht einfach gewesen. Nebst Altwegg kandidierten auch Daniel Oswald SVP, Christa Meier SP, Michael Zeugin GLP und Barbara Huizinga EVP. Im ersten Wahlgang wurde von niemandem das absolute Mehr erreicht.

Mit 5336 Stimmen erreichte Altwegg eine sehr gute Stimmenzahl, blieb aber hinter Oswald 7451 und Meier 6209 zurück. Da aber niemand das absolute Mehr erreichte, muss am 2. April in einem zweiten Wahlgang der Nachfolger von Gfeller bestimmt werden. Meier, Zeugin und Huizinga zogen ihre Kandidaturen zurück. Es kam am ersten April-Wochenende zum Zweikampf zwischen Daniel Oswald und Jürg Altwegg.

Nach weiteren sieben Wochen Wahlkampf fiel am 3. April 2017 die Entscheidung. Jürg Altwegg wurde in den Winterthurer Stadtrat gewählt. Er erhielt 14‘257 Stimmen. Der Kandidat der SVP Daniel Oswald erhielt nach einem wenig profilierten Auftreten 8‘624 Stimmen und blieb somit erheblich zurück. Die Grünen konnten unter der tatkräftigen Unterstützung der SP, AL und EVP ihren Sitz in der städtischen Exekutive verteidigen. Die Sitzverteilung mit drei Mitgliedern aus dem linken Parteienspektrum und vier aus dem bürgerlichen Lager blieb unverändert.

Am 5. April 2017 verteilte der Stadtrat die Departemente. Stadtrat Stefan Fritschi wechselte ins Departement "Technische Betriebe" und dem "Neuen", Jürg Altweg, verblieb somit das Departement "Schule und Sport". Er trat sein Amt am 1. Juli 2017 an.

Als teuerster Lehrling der Stadt Winterthur (Originalton Altwegg) trat Altwegg bereits ein Jahr später zur Erneuerungswahl an. An den Gemeindewahlen am 4. März 2018 schaffte Jürg Altwegg 18‘072 Stimmen und setzte sich damit hinter Yvonne Beutler an die zweite Stelle des Stadtrat-Rankings.

Politiker/innen
nach oben ↥
nach oben ↥
link