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Schwarz Martin, *1946, freischaffender Kunstmacher

Martin Schwarz
10.08.1946

Der Kunstmacher Martin Schwarz wohnt und arbeitet in Winterthur und Bartenstein (Baden-Württemberg). Seine Arbeitsgebiete sind Ideen für Kunst in Bildern, Objekten und Fotografien (digitale Bild-Montagen). Er veröffentlicht Bücher, Kunstdrucke und Postkarten im EigenArt-Verlag.

Foto: winbib, Giorgio Wolfensberger (Signatur FotDig_WolfG_0080)

Martin Schwarz wurde 1946 in Oberwinterthur geboren, wuchs daselbst auf und besuchte hier die Schulen. 1963 bis 1967 lässt sich Martin Schwarz bei Holzschneider Heinz Keller in Winterthur zum Handlithografen und Grafiker ausbilden. Gleichzeitig besuchte er die Kunstgewerbeschule Zürich und schuf erste Ölbilder und Zeichnungen. 1967 arbeitete Schwarz in einem grafischen Atelier. Ab 1968 begann er als freischaffender Künstler zu arbeiten. Eine erste Einzelausstellung mit abstrakten Bildern gelang ihm in der Keller-Galerie Winterthur.

Martin Schwarz ist ein vielseitiger Künstler und Wanderer zwischen Kunst-, Alltags-, Beziehungs- und Medienwelten. Er ist ein sehr sensibler und ein sehr wachsamer Mensch, offen für alle Belange, ganz gleich, ob es um die Natur, die von Menschen geschaffene Umwelt, kleine Episoden oder Weltereignisse geht. Schwarz schafft facettenreich seit vielen Jahren immer wieder neue Kunstwelten und verknüpft die Realität des Hier und Jetzt mit seinen Fantasiewelten. Es bedarf oft einer intensiven Betrachtung, um die Vielfältigkeit und den Hintersinn seiner Kunstwerke in ihrer Gänze zu erfassen. Der Künstler hat seit 1982 mit dem Oskarpreisträger HR Giger (1940-2014) zusammengearbeitet und mit ihm mehrere Ausstellungen gestaltet.

Schwarz ist seit 1992 verheiratet und ist Vater von zwei Kindern. Er leitet den EigenArt-Verlag, lebt in Winterthur und auf Schloss Bartenstein (Baden-Württemberg).

Von 1994 bis 2013 erstellte Schwarz Konzeption und Realisation von Ausstellungen in der Kunstkammer im Schloss Bartenstein (Landkreis Schwäbisch Hall/Baden-Würtenberg). Im Schloss Schrozberg, nahe Bartenstein gelegen, zeigt Schwarz seit 2014 in einer Dauerausstellung eigene Werke und dazu Bilder aus seiner eigenen Sammlung.

Foto: winbib, Heinz Diener (Signatur FotDig_Lb_001-317)

Stimmen zu Martin Schwarz:

Der Schweizer Pfarrer und Kriminalschriftsteller Ulrich Knellwolf (*1942) schreibt über Martin Schwarz: „Martin Schwarz ist selber Schuld, wenn es ihm so geht. Er provoziert Interpretation. Denn seine Malerei ist stark literarisch. Nicht zufällig spielt das Buch unter seinen Objekten eine Hauptrolle. Auch wenn einem die Peinture Eindruck macht, geht es bei ihm nicht in erster Linie um die Peinture. Es geht um ein Sehen, das in Worte gefasst werden soll, weil es bedacht werden will.

Meistens scheitert das. So einfach lässt sich das von und in den Bildern Gesehene nicht in Worte fassen. Sonst würde Martin Schwarz wahrscheinlich schreiben statt malen. Er schreibt aber malend und, typischerweise, collagierend. Weil es zu komplex ist, das Gesehene in Worte zu fassen, obwohl er malend dazu auffordert, es zu versuchen. Und schliesslich soll mindestens das Scheitern des in Worte Fassens angesichts der Bilder in Worte gefasst und dadurch die Malerei gerechtfertigt werden.“

Gabriele Bono, anlässlich einer Vernissage: „Martin Schwarz ist ein experimentierfreudiger Hinterfrager, ein einfallsreicher Bedeutungssucher, ein lust- und fantasievoller Verwandler. Von seinem grossen schöpferischen Ideenreichtum zeugen seine Werke.“

Kulturschaffende
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