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Schulhaus Rebwiesen

13.09.1980

Schulhaus der Primarschulen und Oberstufen Töss Rebwiesen

Rebwiesenstr. 15

8406 Winterthur ZH

052 202 44 31


Mit der Wandlung vom Bauerndorf zum städtischen Vorort wuchsen auch die Bedürfnisse für den Schulunterricht. Die ersten Schulhäuser wurden im westlichen Teil von Töss erstellt. Das waren 1864 das Schulhaus Zelgli,1891 folgten die Schulhäuser Tössfeld und Gutenberg und 1902 das Schulhaus Eichliacker. Nach dem Rosenau 1963 wurde 1980 das Rebwiesen Schulhaus erstellt.

Foto: Christoph Bantli

Das am 13. September 1980 eingeweihte Schulhaus Rebwiesen hat seinen Namen vom Standort und zeugt von einer ehemals wichtigen landwirtschaftlichen Tätigkeit der Tössemer Bevölkerung, was auch im Wappen des Stadtkreises Töss mit Weintraube und Rebmesser zum Ausdruck kommt. Aus dem Jahre 1770 meldet ein Bericht, dass jeder Bauer in Töss ein Stück Reben besitze und das auf jeden Bürger etwas mehr als eine Juchart (Tagwerk) treffe. 1801 wies Töss 51 ha Reben auf. Die Entwicklung zum Industriedorf und auftretenden Rebenkrankheiten brachten aber den Rebbau zum Erliegen. Zurückblieben die Flurnamen, wie eben die Rebwiese.

Nach langer Vorgeschichte mit verschiedenen Änderungen des Raumprogrammes gab mit der Zustimmung zum Kredit von Fr. 5,9 Mio. der Stimmbürger am 28. Mai 1978 den Startschuss für die Realisierung eines neuen Tössemer Schulhauses. Acht Klassenzimmer, eine Turnhalle und ein Singsaal sowie die dazu gehörenden Spezial- und Nebenräume wurden in einem Klassen- und einem Turnhallentrakt untergebracht. Nach den guten Erfahrungen beim Bau des Schulhauses Oberseen wurde auch hier das System Peikert mit vorfabrizierten Elementen angewendet.

Für das neue Schulhaus stand nur eine relativ kleine Bauparzelle südlich der Schlosstalstrasse zwischen der Emil-Klöti-Strasse und der Rebwiesenstrasse zur Verfügung. Die räumlich knappen Verhältnisse des Baugeländes verlangten eine konzentrierte, mehrgeschossige Schulanlage. Architekt Walter Phlilipp vom Büro Guhl + Lechner + Philipp löste die Aufgabe mit einem viergeschossigen Klassentrakt und einem 2-geschossigen Spezialraumtrakt. Die Eingangspartie wird durch ein drachenförmiges Segeldach überspannt. Dieses bildet so einen beschatteten und vor Regen geschützten Hof und verbindet gleichzeitig auf spielerische Weise die architektonisch strengen Baukuben. In kurzer Bauzeit entstand ein einfaches, kompaktes, wirtschaftliches und attraktives Schulhaus.

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