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Schulhaus Laubegg (Dättnau)

Mon Aug 19 00:00:00 UTC 2002

Schulhaus Laubegg (Dättnau)

Hündlerstr. 14

8406 Winterthur

052 260 04 70


Die Schulanlage wurde durch die Architekten Schneider & Gmür und Roland Meier 2001/2002 erstellt und ist das erste und bis jetzt einzige öffentliche Bauwerk im Quartier. Am 19. August 2002 fand im neuen Schulhaus der erste Schultag statt und am 5. Juli 2003 folgte die offizielle Einweihung.

Foto: Christoph Bantli

Seit Beginn der 1970er-Jahe und im grösseren Masse ab 1988 sind wesentliche Gebiete des zuvor ländlichen Weilers mit Wohnhäusern überbaut worden. Bei Vollausbau, der immer noch im Gange ist, soll das Quartier Dättnau 3500 Einwohnerinnen und Einwohnern Platz bieten. Das Dättnau ist eine Aussenwacht und ein ausgesprochenes Wohnquartier. Es befindet sich am südwestlichen Stadtrand von Winterthur. Das Projekt des Schulhauses, das durch einen öffentlichen Projektwettbewerb auserkoren wurde, führt die offene Bebauungsstruktur des Quartiers weiter. Eine lose Verkettung von Plätzen und Wiesen schafft eine grosszügige Weite und respektiert den offenen Übergang zur Landschaft. Die drei Baukörper der Schulanlage werden durch einen gemeinsamen Sockel verbunden und gruppieren sich um den Pausenplatz. Der Platz wird zum zentralen Ort der Anlage und zu einem öffentlichen Raum für das Quartier.

Die Schulbaute überzeugt durch seine schlichte, gradlinige Formensprache. Ein Sichtbetonsockel verbindet drei scharf geschnittene, mit grossflächigen, grau eingefärbten Faserzementplatten verkleidete Baukörper. Dunkel eloxierte Fensterbänder spannen sich jeweils über die ganze Länge der Gebäude. Das Raumprogramm der Primarschulanlage umfasste sieben Klassenzimmer und wurde 2005 mit einem Anbau mit weiteren drei Schulzimmern ergänzt. Es sind weiter vorhanden: ein Werk- und ein Handarbeitsraum, zwei Gruppenräume einen Hort und eine Bibliothek. Zur Anlage zählen auch eine Turnhalle mit grosszügiger Eingangshalle, ein Singsaal und ein Office. Diese Einrichtungen werden auch durch die Vereine und die Quartierbevölkerung sehr rege benutzt. Das sehr schnell gewachsene Quartier hat keinerlei andere, zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehende Räume.

Stadt Winterthur, Baudokumentation

Baubeschrieb der Architekten Schneider & Gmür und Roland Meier:

„Ein Wegnetz verbindet die drei Baukörper und die unterschiedlichen Baukörper und lässt sie zu öffentlich nutzbaren Freiräumen werden. Baukörper und Plätze werden mit weichen Terrainmodellierungen und fein abgestuften Geländeversätzen sorgfältig in die leicht abfallende Topografie eingefügt. Ein Sichtbetonsockel verbindet sämtliche Gebäude und Hartplätze. Grossflächige, graue Faserzementplatten beplanken die scharf geschnittenen Baukörper. Sie sind flächenbündig mit dem Sockel ausgebildet und geben der Fassade einen papierartigen Ausdruck. Von Gebäudeecke zu Gebäudeecke gespannte, dunkel eloxierte Fensterbänder unterstreichen die horizontale Schichtung und ermöglichen einen weiträumigen Ausblick in die Landschaft. Nähert man sich dem Bau, so treten die Farben im Aussenbereich und in den Korridoren eher zurückhaltend in Erscheinung. Über die einheitliche Materialisierung in Beton und Hartbeton wird die Erschliessung als eigenständige, eingeschriebene Form ausgezeichnet. Im Gegensatz zur zurückhaltenden Materialisierung der Erschliessung, werden in den eigentlichen Schulzimmern warme und kräftige Farben eingesetzt. Oxidrot lackierte Einbauschränke, ein in der gleichen Farbe gestalteter Arbeitssims und Eichenparkett prägen die Schulräume.“

Stadt Winterthur, Baudokumentation

Die Schuleinheit Laubegg führte 2011 zehn Schul- und vier Kindergartenklassen (Kindergärten Dättnau, Steig und Am Weiher), in denen über 310 Kinder der Quartiere Dättnau/Steig unterrichtet werden. Im Schulhaus befindet sich ebenfalls eine schulergänzende Kinderbetreuung, in der sich die Kinder gut aufgehoben fühlen können.

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