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Albl Susi und Nobi, Schausteller-Unternehmer

Susi und Nobi Albl

Seit 1980 bauen Susi und Norbert Albl ihr Familienunternehmen auf und entwickeln es fortlaufend. Ihnen ist bewusst, dass Stillstand Rückschritt bedeutet. Am Firmen- und Wohnsitz in Winterthur-Wülflingen haben die Albl's 1998 die Voraussetzungen geschaffen, mit ihrem Unternehmen erfolgreich zu sein.

Foto: Nobi Albl

Susi Albl stammt aus Seuzach und Norbert Albl ist im Berner Jura am 3. Dezember 1953 zur Welt gekommen. Heute sind sie echte Wülflinger. Beide arbeiten eng zusammen und haben es durch gemeinsamen Einsatz zu einer guten Existenz gebracht.

Norbert Albl verbrachte einen Grossteil seiner Jugend bis zur vierten Klasse im bernischen Ringgenberg. Anschließend wuchs Nobi, wie ihn eigentlich jeder nennt, bei verschiedensten Pflegefamilien auf, unter anderem auch auf einem Bauernhof in Sulz nahe dem aargauischen Laufenburg. Dort musste er zupacken und lernte früh, was arbeiten heisst.

Foto: Nobi Albl

Er besuchte die Berufswahlschule, interessierte sich für den Verkäufer- und für den Hafner-/Plättlileger-Beruf und arbeitete dann ein Jahr bei einer Chilbi-Bahn. Hier begann seine Freude an Volksfesten.

Das Erlernen seines Wunschberufes Koch blieb ihm verwehrt. An den Wochenenden zog es ihn immer wieder auf Festplätze, hier besserte er seinen bescheidenen Lohn als Aushilfe bei den Chilblileuten auf, sei es in einem Schiessstand oder auf einem Karussell.

1972 lernte Nobi Albl an der Chilbi in Seuzach Susi Steffen kennen. Es funkte zwischen den beiden, wobei Susi die Bedingung stellte, dass Nobi in Winterthur sesshaft werde. Diesem Wunsche unterzog sich Nobi Albl gerne. Er arbeitet kurz Zeit im Bahnhofbuffet Winterthur, war als Chauffeur tätig und schliesslich machte er 1978 bis 1980 bei Sulzer-Bülach eine Anlehre als Kernmacher. D

Foto: Nobi Albl

Dazu sind im Laufe der Jahre weitere Mietobjekte gekommen, die jedem Organisator eines Festes willkommen sind.

Der Entschluss zur Heirat im Jahre 1980 fiel zusammen mit der Firmengründung. Susi und Nobi Albl schafften ein erstes Karussell, einen Kettenflieger, an. Der Einstieg war schwierig, man kannte die «Albls» noch nicht. Erst einige Jahre später begann der Durchbruch. Diesen hatte Norbert Albl seiner Tüchtigkeit sowie der anlaufenden Nostalgie-Welle zu verdanken.

Schöne alte Kinderkarussells wurden immer gefragter. Er passte sein Angebot geschickt dem Trend an. Beim Aufbau des eigenen Unternehmens half Ehefrau Susi tatkräftig mit. Sie hatte eine Lehre als technische Zeichnerin durchlaufen und sich zur Cad-Computerzeichnerin weiter ausgebildet.

Mit einher ging eine kaufmännische Ausbildung. So besorgt sie seit anfangs die ganze Administration samt Buchhaltung und springt am Wochenende im Karussell und Budenbetrieb ein.

Das Unternehmen „Event Service Albl“ hat mit einem Kettenflieger begonnen und ist zu einem renommierten Geschäft aufgestiegen. Geschickte Marktbeobachtung, Aufspüren von Nischen und unternehmerisches Denken prägten die Entwicklung zum KMU. Heute besitzen sie Nostalgie-Karussells, Hüpfburgen, Ballspiele, Haus-den-Lukas und viele weitere Spielgeräte.

Foto: Nobi Albl

Dazu sind im Laufe der Jahre weitere Mietobjekte gekommen, die jedem Organisator eines Festes willkommen sind.

Es sind die Food-Geräte, Verkaufsstände, Event-Mobiliar und Elektromaterial bis zu Kabelbrücken. Jüngst sind zwei WC-Wagen dazugekommen. Am Rande der Stadt Winterthur sind nicht nur geräumige Lager- und Einstellhallen für den grossen Fundus vorhanden, sondern befindet sich auch die modern eingerichtete Werkstatt und eine schöne Wohnung.

Denn nebst neu entwickelten Eigenbauten wird auch der Wartung und dem Unterhalt aller Anlagen grösste Aufmerksamkeit geschenkt.

Susi und Norbert Albl hat es zwischenzeitlich gereizt ins grosse Schaustellergeschäft einzusteigen. Sechs Jahre von 2004 bis 2009 waren sie mit dem attraktiven Scheibenwischer Freestyle auf den grossen Chilbiplätzen der Schweiz unterwegs.

Foto: Nobi Albl

Daneben stellten sie gleichzeitig auch ihre grossen Ballwurf-Stände auf. Es waren interessante und vielseitige Erlebnisse, die sie mitnehmen durften.

Nobi Albl liess sich nach vier Jahren Vorstandstätigkeit auch noch mit dem Amt des Präsidenten des Schausteller-Verbandes belasten. Während drei Jahre in dieser Funktion versuchte Nobi Albl neuen Schwung und neue Ideen in diese eher konservative Organisation einzubringen.

Da dieses Unterfangen nicht in allen Teilen glücken sollte, zog er die Konsequenzen und verabschiedetet sich aus der Verbandstätigkeit.

Nachdem sich eine Nachfolge-Option für ihr eigenes Unternehmen zerschlagen hatte, verkleinerten die Albls ihre Präsenz auf den Chilbi-Plätzen wieder. Auch ihr Event-Angebot wurde zurückgefahren.

Foto: Nobi Albl

Sie wollten es wieder etwas ruhiger nehmen. Die Rastlosigkeit von Nobi führte ihn nun aber in die Politik. Sechs Jahre wirkte er im städtischen Parlament, dem Gemeinderat, von Winterthur als Vertreter der SVP mit. Es war ihm ein Bedürfnis in seiner Wahlheimat mitgestalten zu können.

Er verstand die politische Tätigkeit als Lebensschulung und nutze sie auch als Erweiterung seines Netzwerks. Es versteht sich von selbst, dass für die beiden für Freizeit und Hobbys wenig Zeit zur Verfügung steht.

Das aktive Mitmachen in einem Verein schon gar nicht. Umso mehr lieben sie es in Ruhezeiten sich in ihrer schönen Wohnung, in der sie viele Kleinode aus der Chilbi- und Karussell-Welt beherbergen, aufzuhalten.

Ein weiterer Beweis für Albls unermüdliches Schaffen ist die Gründung des Winterthurer Weihnachtsmarktes. 1997 fand dieser, damals noch am Rande des Stadtgartens, erstmals statt.

Foto: Nobi Albl

Inzwischen ist er zum 100-Häuschen-Markt auf dem zentralen Neumarktplatz gewachsen. Albl ist seit Jahren Präsident des organisierenden Vereins. Dazu setzt er sein Organisationstalent auch im OK des Seener Dorfet ein.

Für den Winterthurer Weihnachtsmarkt hat Albl nach eigenen Ideen einen ganz speziellen Verpflegungsstand erstellen lassen.

Zu ihrem 30-Jahr-Firmenjubiläum haben sich die beiden Albl das Nostalgie-Chalet geschenkt. Jedes Jahr steht es an prominenter Lage inmitten der weihnachtlich geschmückten Holzhäuschen. Der Zuspruch zur Attraktion «Alter Mühle» beweist, dass die Albls einmal mehr den richtigen Riecher hatten.

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