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Schulhaus Hohfurri Wülflingen

1955

Schulhaus Hohfurri Wülflingen

Eckwiesenstr. 2

8408 Winterthur

052 224 06 24


Das Schulhaus Hohfurri Wülflingen hat baulich eine sehr lange Geschichte und seit der ersten Eröffnung im Jahre 1955 eine fortwährende Erweiterung und Anpassung an die stets wachsenden Bedürfnisse hinter sich. Seit dem lang geplanten und 2000 bis 2003 ausgeführten Erweiterungen und Erneuerungen steht den Oberstufenschülern des Schulkreises Wülflingen und ihren Lehrpersonen eine bestausgerüstete Schulanlage zur Verfügung.

Das Schulhaus Hohfurri ist eine Sekundarschulanlage in der mehr als 350 Schülerinnen und Schüler in drei Abteilungen (Sekundarschule A, B und C) auf ein Leben in der modernen Berufswelt und in weiterführenden Schulen vorbereitet werden. Die 21 Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, über 20 Fachlehrerinnen und Fachlehrer, sowie das Hauswart-Paar mit ihrem Reinigungsteam sorgen jeden Tag für ein positives Umfeld.

Stadt Winterthur, Baudokumentation

In den Jahren 1955 und 1956 wurde die beiden ersten Schulhausteile, die Trakte C bis G erbaut und in Betrieb genommen. Die Pläne dazu stammten vom Architektengespann Werner Schoch (1908-1995) und Willi Heusser. 1967 erfolgte mit dem Erstellen der Trakte A und B eine erste Erweiterung. In den Jahren 2000 bis 2002 wurde das Schulhaus nochmals vergrössert. Es folgten die Trakten H, K und S, sowie eine generelle Überholung sämtlicher Anlagen und Einrichtungen.

Stadt Winterthur, Baudokumentation

Die Umsetzung des neuen Lehrplanes von 1986 erforderte eine weitgehende Umnutzung, Erweiterung und Renovation der einzigen Oberstufenanlage im Einzugsgebiet des Schulkreises Wülflingen. Die vorhandenen Spezialräume waren veraltet. Auch die Entwicklung der Schülerzahlen zeigte stark nach oben. Im Sommer 1988 erhielten die Architekten Hochstrasse und P. Meier den Auftrag die Schulanlage entsprechend umzubauen.

Stadt Winterthur, Baudokumentation

Nachdem anfangs 2000 die Baubewilligung erteilt wurde begann im Mai desselben Jahres die Bauarbeiten an den neuen Trakten H, K und S. Im Trakt H entstanden im Untergeschoss ein Physik-, Chemie- und Biologiezimmer, im Erdgeschoss drei Handarbeitszimmer und im 1. Obergeschoss drei Schulküchen. Der Turnhallentrakt wurde mit einem Geräteraumanbau ergänzt (K) und im Anbau S wurde eine Schnitzelheizung mit unterirdischem Schnitzelsilo installiert.

Stadt Winterthur, Baudokumentation

Am 1. November 2003 konnte dann endlich mit einer tollen Einweihungsfeier das Schulhaus wieder vollständig dem Schulbetrieb übergeben werden.

Foto: Architektur RWPA

In den Jahren 2018/19 wurde das Schulhaus Hohfurri einer Gesamtsanierung unterzogen. Das Hauptverantwortliche Bauunternehmung Lerch AG beschreibt den Bauauftrag in seiner Hauszeitung wir folgt:

„Die Oberstufenschulanlage Hohfurri liegt im Dorfkern von Winterthur-Wülflingen und setzt sich aus mehreren Trakten unterschiedlicher Baujahre zusammen. 1955/1956 entstanden die Trakte C bis F und 1967 die Trakte A und B. In den Jahren 2000/2001 wurde der Trakt H als Erweiterung zum Trakt D erstellt. Trotz verschiedener Umbauten ab 2001 bis heute stösst die Schulanlage mit derzeit 24 Klassenzimmern mit sehr unterschiedlichen Raumgrössen von 56 m2 (Trakt D) bis 71 m2 (Trakt A) an ihre Grenzen. Die zu kleinen Klassenzimmer entsprechen den kantonalen Richtlinien nicht mehr und sind sowohl für die betrieblichen als auch für die schulischen Anforderungen aus Sicht der Nutzer nicht mehr zeitgemäss. Im Weiteren soll die Schulanlage an die neue Quartierheizzentrale angeschlossen werden. In diesem Zusammenhang werden die noch nicht sanierten Gebäudeteile (Trakte A/B/D) durch eine Gesamtsanierung für die kommenden Jahre wieder fit gemacht.

Foto: Edition Winterthur/Kunst im öffenltichen Raum

Die diversen Trakte der Schulanlage zeichnen sich als typische Zeitzeugen der jeweiligen Bauepoche hinsichtlich Raumstruktur und Fassadenbild aus. Die Grundrisslayouts zeigen durchgehend einbündig erschlossene, seriell strukturierte Klassenraumzellen. Dem entgegen sind die Fassaden der verschiedenen Gebäude sehr unterschiedlich in ihrer Erscheinung. Vom Bandfenster und der netzartigen, flachen Fassadengliederung beim Trakt A bis zu den Loch-Fenstern und der plastischen Betonrasterfassade beim Trakt D. Die Absicht der Projektierenden ist denn auch, das Vorgefundene in seiner Art und mit seinen guten Qualitäten aufzunehmen, zu adaptieren, zu stärken und weiter zu gestalten. Das erklärte Ziel ist, das Gesamtbild der Anlage in zeitgenössischer Art aufzufrischen und die bestehende Identität der Schule zu Festigen.

Der Wunsch von Bauherrschaft und Projektierenden war uns Befehl — und so machten wir uns nach erfolgreicher Auftragsbewerbung an die Umsetzung vom Papier an die Wand. Einige knifflige Detailausführungen und ästhetische Wichtigkeiten wurden besprochen, geplant und schlussendlich auch gebaut. Was gibt es Besseres, als wenn das Fassadenhandwerk für das Ergebnis so eminent wichtig ist.

Bald ist nun das Werk vollbracht und die ausquartierten Schüler und Schülerinnen können ihre Ausbildung in perfekter Umgebung weiter vertiefen. Wir wünschen jedenfalls viel Erfolg beim Lernen." (aus „SPEKTRUM“ Firmenpublikation der Lerch AG)

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