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Stadtraum Bahnhof Winterthur


Im November 2005 wurde der Masterplan Stadtraum Bahnhof gestartet. Er umfasste sämtliche Teilprojekte, die rund um den Hauptbahnhof bis 2022 zu realisieren sind. Ziel ist es die Altstadt und das Neuwiesen-Quartier besser mit einander zu verbinden und diese Verbindungswege attraktiver, gemütlicher zu gestalten. 2016 waren wesentliche Teilprojekte gebaut.

Im Frühjahr 2006 begann die Stadt mit der Masterplanung Stadtraum Bahnhof Winterthur. Aus der Masterplanung resultierte letztlich der Rahmenkredit von 84 Millionen Franken für verschiedene Teilprojekte. Viele Projekte wurden bis 2016 realisiert: Gleisquerung 1. Etappe (Unterführung Zürcherstrasse) mit dem Platz vor dem Kesselhaus, Umbau des Bahnhofplatzes Süd (von Stadthausstrasse bis zu den Archhöfen) inklusive der neuen Überdachung (Pilzdach), Sperrung der Rudolfstrasse mit Gleisquerung 2. Etappe. Damit entstanden neue Durchgänge unter der Bahnlinie für Fussgänger, Velofahrer und Autos.

Eine wesentliche Aufwertung des Grossraums Bahnhof entstand mit den beiden neuen Plätzen als Überdachung der Zürcherstrasse. Die beiden grosszügigen, je mit einem Brunnen und einem markanten Abgang gestalteten Plätze beidseits der Geleise schaffen nicht nur attraktive Aufenthaltsräume, sondern schlagen visuell und funktionell auch eine verbindende Brücke zwischen den angrenzenden Stadtteilen und Quartieren. Im Herbst 2016 war diese Gleisquerung fertig gestellt und damit die Verbindung zwischen Altstadt und den gegenüberliegenden Quartieren massiv aufgewertet. Die beiden attraktiv gestalteten Plätze erhielten auf Grund eines öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerbes die Namen Salzhausplatz und Kesselhausplatz.

Der Grosse Gemeinderat bewilligte am 22. Juni 2015 die Investitionsbeiträge an die SBB für den Ausbau der Personenunterführung und den Bau der Veloquerung Nord und am 21. März 2016 hat das Parlament aus dem Rahmenkredit den letzten Teilkredit für die Umgestaltung der Rudolfstrasse bewilligt. Die Bauarbeiten zu diesen Projekten starten in den nächsten Jahren zusammen mit dem Ausbau des Bahnhofs Winterthur durch die SBB. Der nördliche Teilabschnitt der Rudolfstrasse wird seit 2015 dominiert von der neuen Rampe mit Auf- und Abfahrt des Parkhauses Hauptbahnhof. Unter der Strasse entsteht eine neue Velostation für rund 700 Velos. Die verbreiterte Unterführung bietet künftig genügend Platz für alle. Im Dezember 2020 öffnet die SBB einen Teil der neuen Unterführung.

Bild: wintipix.com

Der viertgrösste Bahnhof der Schweiz wächst weiter. 2016 frequentieren pro Tag 934 Züge den Bahnhof Winterthur. Ab 2019 werden es 1137 Züge sein; eine Leistungssteigerung um zwanzig Prozent. Das braucht Platz für Züge und Passagiere und löst namhafte Investitionen der SBB (rund 120 Millionen Franken) und der Stadt in eine zeitgemässe Infrastruktur und Technik aus. Die SBB haben mit den Vorarbeiten zum Ausbau des Bahnhofes im September 2015 begonnen. Mit dem Abbruch der Milchküche und der Installation der Hauptarbeiten sind die SBB nun bereit. Als nächstes stehen die Verbreiterung des Perrons Gleis 8/9 Richtung Osten an. Im Frühling/Herbst 2017 wird mit der Verbreiterung der Perrons Gleise 8/9 und 6/7 Richtung Westen begonnen. Gleichzeitig wird der Fussgängersteg über die Wülflingerstrasse (Bahnfussweg) neu gebaut. Eine Kreditvorlage für einen Investitionsbeitrag der Stadt an die Verbreiterung der Brücke ist in Vorbereitung. Die gesamte Leistungssteigerung des Bahnhofes Winterthur mit täglich 1137 Zügen wird auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2018 durch die SBB umgesetzt.

Die SBB werden die neunzig Jahre alte Personenunterführung Nord behindertengerecht erneuern. Zusammen mit der Personenunterführung wird eine schnelle und sichere Veloquerung mit einer Anbindung an die städtischen Velostationen gebaut. Der Baustart für das Grossprojekt ist im Januar 2018 und die Eröffnung findet voraussichtlich im Dezember 2022 statt. Die SBB wird auch die Perronanlagen erneuern, vergrössern und überdecken.

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