w i n t e r t h u r - g l o s s a r . c h


Hauser Michael, *1964, Architekt ETH/SIA, Stadtbaumeister

Michael Hauser
Sun Apr 26 00:00:00 UTC 1964

Während zehn Jahren (2000-2017) prägte Michael Hauser als Stadtbaumeister die bauliche Entwicklung der Stadt Winterthur. Im Zentrum während dieser Zeit standen in erster Linie die Neuentwicklung der beiden Sulzer-Areale Stadtmitte und Neu-Hegi. Diese neuen Quartiere sind Ende 2016 auf gutem Wege und werden künftig positive neue Akzente setzen. Hauser kann sich gut und gerne neuen Aufgaben zuwenden und auf ein erfolgreiches Wirken in Winterthur zurückblicken.

Bild: Moritz Hager

Stadtbaumeister Michael Hauser verlässt nach zehn Jahren die Stadtverwaltung und wird ab Frühjahr 2017 Mandate in der Privatwirtschaft und von der öffentlichen Hand übernehmen. Hausers grosse Verdienste liegen insbesondere in der Zusammenführung der Aufgaben des ehemaligen Stadtplanungsamts und des einstigen Bereichs Hochbau zum Amt für Städtebau, sowie in seiner umsichtigen Stadtplanung vor dem Hintergrund des grossen baulichen Wachstums in der Stadt Winterthur.

Michael Hauser, in Zürich am 26. April 1964 geboren, absolvierte nach dem Wirtschatsgymnasium von 1985 bis 1992 das Architekturstudium an der ETH Zürich und an der EPF Lausanne. Daran schloss sich ein Nachdiplomstudium am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (GTA) der ETH Zürich an. Michael Hauser war zehn Jahren Stadtbaumeister der Stadt Winterthur. Der diplomierte Architekt ETH/SIA MBA hat am 1. Februar 2007 die Leitung des Amts für Städtebau übernommen. Zuvor war Hauser – nach verschiedenen Tätigkeiten in der Privatwirtschaft – zwölf Jahre beim Hochbaudepartement der Stadt Zürich, wo er zuletzt als Bereichsleiter die Projektentwicklung aufbaute. Nach verschiedenen Weiterbildungen und Praktikas in renommierten Architekturbüros in Brugg, Zürich, Baden und Basel hatte er sich das Rüstzeug für diesen Einsatz geholt. Von 1998 bis 2007 stellte er sein Wissen als Vorstandsmitglied auch der Baugenossenschaft Luegisland, Zürich zur Verfügung. 2007 wechselte er nach Winterthur und übernahm die Herausforderung eines Stadtbaumeister und Leiter Amt für Städtebau.

Das Amt für Städtebau beschäftigt rund fünfzig Mitarbeitende und ist organisatorisch in die Produktegruppen Bau, Raum und Verkehr, Denkmalpflege und Stadtgestaltung/Wettbewerbe unterteilt. Hauser trug bei dieser Arbeit im Amt für Städtebau eine Finanzverantwortung über ein Jahresbudget von 7.5 Mio. Franken (Jahresbudget im Rahmen der wirkungsorientierten Verwaltung). Integrierender Bestandteil seiner Arbeit war die Mitwirkung in verschiedensten Kommissionen, wie Bauausschuss, Kommission Verkehrsräume, Stadtentwicklungskommission, Kommission Umwelt und Energie; Leitung der Fachgruppen Stadtgestaltung und Denkmalpflege sowie Einsitznahme/Geschäftsführung im Verein Region Winterthur und Umgebung.

Bei allen diesen Aufgaben galt es, umsetzbare Entscheide herbeizuführen, die sich für kommende Generationen bewähren. So setzte sich Hauser stets dafür ein, das starke bauliche Wachstum in geordnete Bahnen zu lenken und gleichzeitig auch die wertvolle Identität und vielfältige Geschichte von Winterthur mit seinen Baudenkmälern, Frei- und Grünräumen zu erhalten. Die positive Entwicklung des Sulzerareals Stadtmitte und die kooperative Planung des Stadtteils Neuhegi-Grüze sind gute Beispiele für sein erfolgreiches Wirken.

Legende zu Karte unten:

Winterthur – Entschiedener Städtebau 2007 – 2017

Die vom Amt für Städtebau erstellte Karte zeigt die städtebaulichen Entscheide, die zwischen 2007 und 2017 gefällt wurden. Bei den rot markierten Gebäuden handelt es sich um die erstellten oder geplanten Neubauten, also um Arrondierungen der Stadt. Braun sind getätigte oder geplanten Investitionen in die bestehende Substanz und damit in die Permanenz dargestellt. Die wichtigen Entscheide betreffend öffentlichen Räumen sind grün herausgehoben. Die Karte zeigt, wie die Stadt in wenigen Jahren aussehen kann.

Ausserdem hat Hauser die Aufgaben des ehemaligen Stadtplanungsamts und des ehemaligen Bereichs Hochbau zusammengeführt. Das Amt für Städtebau hat sich unter seiner Leitung in den letzten zehn Jahren zu einem modernen, professionellen und kundenorientierten Amt entwickelt. Geführt hat Hauser das Amt für Städtebau sehr kompetent, umsichtig, lösungsorientiert und mit grossem Einsatz.

Aus den vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten ragen folgende heraus:

Wettbewerb Schulhaus Niderfeld; Testplanung Lagerplatzareal; Studentenwettbewerb Kaffeezone Amt für Städtebau; Wettbewerb Schulhaus Zinzikon; Testplanung Züricherstrasse; Studienauftrag Golf Kyburg; Städtebaulicher Studienauftrag Oberseen; Investorenwettbewerb Sulzer Innotec-Areal; erstmalige Durchführung Architekturpreise AW08 und AW12; Städtebauliche Studie Grüze; Testplanung Stadtgarten; Testplanung Sennhof mit Heimstätten-Genossenschaft, Winterthur; Städtebaulicher Ideenwettbewerb Quartier Talgut; Gesamtleistungs-Studienauftrag Alterszentrum Adlergarten; Testplanung mit Studierenden der zhaw „Studentisches Wohnen auf dem Osram-Areal“; Testplanung Sulzer Werk 1; Investorenwettbewerb Brütten, Testplanung Klinik Lindberg; Planungszone Neuhegi-Grüze, Kooperatives Verfahren Halle 53 und Wettbewerb Halle 52 Sulzer Stadtmitte; Wettbewerb Wohnüberbaung Roy; Wettbewerb Polizeigebäude; Wettbewerb Schulhaus Neuhegi; Wettbewerb Museum Villa Flora.

Architekten
nach oben ↥
nach oben ↥
link