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Zumbach Paul, 1929—2017, Betriebsleiter Hallenbad 1974-1994

Paul Zumbach
Thu Aug 15 00:00:00 UTC 1929
Mon Jan 09 00:00:00 UTC 2017

Am 9. Januar 2017 ist der langjährige Betriebsleiter des Winterthurer Hallenbades, Paul Zumbach, gestorben. Viele Jahre stellte Zumbach seine guten Dienste zahlreichen Vereinen und Organisationen zur Verfügung. So etwa der Sektion Winterthur der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft, zu deren Gründern er gehörte, aber auch der Kneipp-Vereinigung. Für seine Verdienste um die Wassersportvereine wurde er 1994 als erster Winterthurer Sportförderer ausgezeichnet.

Paul Zumbach wechselte vom Maschinenmechaniker beim Winterthurer Traditionsunternehmen Sulzer AG zum Betriebsleiter bei der Stadt. Bereits als der Bau des Hallenbades diskutiert wurde, formulierte er das Ziel, dieses Bad leiten zu dürfen. 1974 erhielt die Stadt das grösste Hallenbad der Schweiz und Zumbach den Traumjob. Schwimmen war seit seiner Kindheit seine Passion. Wasser ist mein Element, pflegte er zu sagen. Das neue Metier und der «Sonderstatus» des Bades reizten ihn beruflich wie persönlich extrem. Der Betrieb musst von neu auf eingerichtet und organisiert und die Dienstpläne, Personal- und Putzpläne aufeinander abgestimmt werden. Auf einen «Chlapf» mussten dreissig Mitarbeitende rekrutiert werden. Es fehlte an Erfahrungswerten von in der Grösse vergleichbaren Bädern. Aber es gelang ein starkes Team mit ausgeprägtem Teamgeist zu bilden. Nicht unerwähnt möchte Zumbach seine rechte Hand, Rita Avanzini lassen, die wesentlich zum guten Start beigetragen hatte.

Ein Höhepunkt für Paul Zumbach, wenn er in seinen Erinnerungen kramt, waren die Schwimmwettkämpfe der Schweizermeisterschaften der SLRG. Er organisierte diese zusammen mit Christian Kuhn, Gründer der Schwimmschule Winterthur, 1975.

Zumbach lebte für den Schwimmsport und leistete viel Arbeit im Stillen. Das Geisi war als Hochburg der Lebensretter und Schwimmer am Puls der Zeit. Als OK-Präsident der Lebensretter wurde er über Nacht zum Eidgenössischen Schwimmwart. Das ehrte und freute ihn sehr. Und mit dem Sportförderpreis, der ihm 1994 übergegen wurde, kam die Anerkennung auch von Aussen. Noch Jahre nach seiner Pensionierung war Baden immer noch seine beliebteste Bewegungsform. Im Winter schwimme er wöchentlich im Geisi, im Sommer täglich im Freibad. Er habe im Geiselweid zwanzig schöne Jahre erlebt. Der Job hielt ihn jung, es gab immer Neues. 2017 ist Paul Zumbach 88-jährig verstorben.

Grundlage zu diesem Text ist das Interview von Nadja Reicht in der Broschüre "100 Jahre Freibad Geiselwed" 2011

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