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Landolt Felix, Architekt ETH, Politiker


Der Architekt Felix Landolt vertritt die SP Wülflingen seit 2007 im Winterthurer Gemeinderat. Umweltpolitik und Städtebau sind seine Vorzugsthemen, die er vor allem auch in der Kommissionarbeit „Bau und Betriebe“ einfliessen liess. Im Amtsjahr 2017/18 präsidiert er die städtische Legislative.

Foto: Winterthurer Zeitung

Felix Landolt kam 1954 in Winterthur zur Welt. Der Vater war Chefarzt der Augenklinik des KSW, die Mutter Hausfrau. Er besuchte die Primarschule, das Gymnasium im Rychenberg, mit Latein. Wollte er diesen Weg? Nein, denn er ging nach Genf, wo er von 1974 bis 1977 eine Schreinerlehre absolvierte. Er meint heute dazu: Er habe ausbrechen wollen aus der Ordnung und Enge Winterthurs. «Das war damals ja noch eine viel kleinere Stadt.» In dieser Zeit wurde er politisiert. Er las «Die Grenzen des Wachstums», die Studie des Club of Rome zur Weltwirtschaft. Er beteiligte sich in der Anti-Atom-Bewegung. „Etwas radikaler als heute sei er schon gewesen, und etwas linker“.

Ein Freund wollte ihn für eine WG gewinnen, darum kehrte er nach der Lehre zurück an die Albrechtstrasse im Tössfeld. An der ETH begann er ein Architekturstudium. Dem Städtebau, Ingenieurwesen, Ästhetik das waren seine neuen Interessen.

Foto: Privatarchiv Felix Landolt

Mitte der 1980er-Jahre schloss er sein Studium ab. Es zog wieder weg aus seiner Vaterstadt. Ihn zog er nach Nicaragua, um in einem Projekt des Arbeiterhilfswerks mitzutun. Siedlungsbau am Rand des Urwalds hiess das Projekt. In Mozambique, ein paar Jahre später, waren es Latrinen. Für Helvetas entwickelte Landolt ein Projekt, um in dem südostafrikanischen Land die Hygiene zu verbessern. «Ein Sack Zement ergab vier Abdeckungen für Plumpsklos», fasst er zusammen.

Anfangs der 1990er-Jahre, inzwischen verheiratet und Vater zweier Söhne, kam Landolt zurück in der Schweiz. Als Projektleiter arbeitete er für die ETH, dann für das Hallenstadion und seit 2001 für das kantonale Hochbauamt. Inzwischen hat er auch wieder zurück zur Musik gefunden. Er spielt Saxofon und Klarinette in der Band «Blulaconbas. Das steht für Blues, Ländler mit Bass.

Die politische Laufbahn begann Landolt 1998 als Schulpfleger in Wülflingen. 2007 rückte er in den Gemeinderat nach. Die Verkehrs- und Energiepolitik und natürlich Städtebau sind seine bevorzugten Themen. Naheliegend kam er in der Kommission Bau- und Betriebe zum Zuge. Nachdem er diese Kommission seit 2014 präsidierte hatte, löste ein höheres Präsidium dieses ab. Im Mai 2017 wurde er zum Präsidenten des Grossen Gemeinderates gewählt.

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