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Thomas Rutherfoord, Künstler, *1956

Thomas Rutherfoord
Tue Sep 18 00:00:00 UTC 1956

Seit dem Jahr 1981 ist Thomas Rutherfoord als freischaffender Künstler und Lehrer für bildnerische Gestaltung tätig. In den Jahren 1989 bis 1990 und 1999 folgten Atelieraufenthalte im Istituto Svizzero in Rom, im Jahr 1992 im Atelier in der Cité des Arts Paris. Rutherfoord hat zahlreiche Kunst am Bau Aufträge realisiert, zum Beispiel in Winterthur, u.a. in Sennhof und Wülflingen. Neben seiner freischaffenden künstlerischen Tätigkeit arbeitet er als Farbberater für Architekten.

Thomas Rutherfoord ist 1956 in Zürich zur Welt gekommen. 1975 machte er am Literargymnasium die Matura und besuchte darauf von 1977 bis 1981 die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Nach dem Diplomabschluss arbeitet er als freischaffender Künstler, künstlerischer Berater und Dozent und Lehrer für bildnerische Gestaltung. Ab 1985 initiierte und engagierte er sich stark für das Atelierhaus Scaredo in Barbengo, einem kleinen Tessiner Dorf. In diesem Haus, einem Zeugnis modernen Bauens im Tessin, wird seit damals ermöglicht, dass sich Kulturschaffende für die Realisierung künstlerischer Projekte einmieten können. Weit über 100 Kulturschaffende – insbesondere aus den Bereichen Bildende Kunst, Architektur, Design, Film, Literatur – haben seither in Sciaredo Neues entwickelt und Angedachtes verwirklicht. Im Stiftungsrat der Fondazione Sciaredo hat Rutherfoord von 1996 bis 2003 mitgewirkt. Nach Auslandaufenthalten in Rom von 1989 bis 1990/1992 und in Paris 1992 lebt er zusammen mit seiner Lebenspartnerin Theres Wey –ebenfalls Künstlerin- und Tochter Miriam in Winterthur-Veltheim.

Rutherfoord ist in seinen Kunstarbeiten sehr vielseitig. Zu einer Ausstellung im Herbst 2017 im Oxyd wird dazu geschrieben: „Fläche und Raum, Architektur und Natur, aber ebenso sehr gesellschaftliche Dimensionen des Themas Urbanität interessieren Thomas Rutherfoord. Seine Gemälde sind komplexe Strukturen, in denen sich in vielfacher Weise Objekte, Farbfelder, Erinnerungen und Utopien überlagern und brechen, hinterfragt werden und zu Fragen anregen.“

Standort: Superblock 4. OG Pion 7

Auch die Kunstverantwortlichen der Stadt verfolgen die Arbeiten des Winterthurers mit grossem Interesse. Ihre Ankäufe zeigen sich im zentralen Stadtverwaltungs-Gebäude Superblock. Seine Bilder sind geprägt durch flächige, zum Teil abstrakte Darstellungen, die sich zu einem ausgewogenen Ganzen finden.

Die Beratungstätigkeit für Architekten und ihre Bauten ist ein zusätzliches Feld, deren Herausforderung sich Rutherfoord gerne annimmt. Eine sehr gelungene Farbgestaltung hat er in Zusammenarbeit mit Architekt Beat Rothen mit der Wohnüberbauung des Ninck-Areals an der Brühlgartenstrasse 2003 geschaffen. Seine Spuren beginnen bereits in der UT-Garage, die mit verglasten Vitrinen und farbigem Neonröhren im besonderen Licht gestaltet ist. Sie setzt sich fort mit der lebendigen Fassaden-Farbgestaltung. Durch die beweglichen und unterschiedlich farbigen Schiebeläden gibt es stündlich/täglich ein anderes Bild. Es ergibt sich damit eine raffinierte, sich ständig wandelnde Collage, die vom Mann der Strasse leider fast nicht wahrgenommen wird.

Es sind vielfach grossformatige Bildern an denen Rutherfoord arbeitet. Collagen und Reliefs zeigen ein Spiel der Vielschichtigkeit und überzeugen durch die Raumtiefe. In jüngerer Zeit hat Rutherfoord wieder die Zeichnung für sich entdeckt. In filigranen Darstellungen, ganz im Gegensatz zu den flächigen Pinselwerken, widmet sich Rutherfoord in diesen Darstellungen der Natur und Landschaft.

Kulturschaffende
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