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Geilinger Eduard 1912-1973 Dr. phil., NZZ-Auslandskorrespondent

Eduard Geilinger
05.07.1912
05.12.1973

Eduard Geilinger 1912-1973 war ein Ur-Enkel von Abraham Geilinger 1820-1880, der den Grundstein der späteren Geilinger AG, Stahlbau gelegt hatte. Er war der älteste von fünf Söhnen von Eduard Geilinger 1885-1955. Zwei Brüder stiegen in die Branche des Familienunternehmens ein, zwei wurde Juristen. Er selber wandte sich dem Journalismus zu.

Foto: ETH-Bibliothek

Eduard Geilinger kam am 5. Juli 1912 in Winterthur zur Welt. Er war der älteste der fünf Söhne des Eduard Geilinger, Industrieller (Stahlbau- und Schlossereiunternehmen Geilinger & Co), und der Alice Geilinger geb. Schneider. Er studierte 1931 bis 1937 Geschichte an den Universitäten Basel, Zürich, Wien und Exeter. Anschliessend bis 1939 wirkte er als freier Journalist in Paris, u.a. für die "Basler Nachrichten". Ab Herbst 1940, bis zu seinem Tod, war er Auslandskorrespondent unter dem Kürzel E.G. für die Neue Zürcher Zeitung (NZZ):

1940/1941 zunächst in Vichy, dem Sitz des Regimes von Marschall Pétain; 1941-1945 in Berlin bis zum Zusammenbruch des Dritten Reichs; Mai bis Juni 1945 Heimschaffung via Moskau, Baku und Ankara; November 1945 bis Oktober 1946 in Nürnberg als Berichterstatter von den Kriegsverbrecherprozessen; Ende Oktober 1946 bis August 1951 erneut in Berlin mit Unterbrüchen; Februar und April 1948 in Nürnberg anlässlich von zwei Nachfolgeprozessen; November 1948 bis Januar 1949 Vertretung des NZZ-Korrespondenten in Rom; August bis September 1950 und April bis Juli 1951 Vertretung des NZZ-Korrespondenten in Bonn; September 1951 bis September 1955 in Bonn, von wo er infolge von Differenzen mit der Chefredaktion über seine Berichterstattung abberufen wurde; Januar 1956 bis Mai 1971 in Rom, von wo aus er auch die Ferienvertretung des NZZ-Korrespondenten in Kairo übernahm; Juni 1971 bis Dezember 1973 in Moskau. E.G. starb am 5. Dezember 1973 in Moskau. Er erlag an einem Herzschlag.

Foto: ETH-Bibilothek

Quelle: Winterthurer Jahrbuch 2019/Hist. Lexikon

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