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Mehrgenerationenhaus ‚Giesserei‘

01.02.2013

Ida-Sträuli-Strasse

8404 Winterthur


Jetzt ist Leben im grössten Holzwohnhaus der Schweiz. Seit dem 1. Februar 2013 wird in der selbstverwalteten Siedlung am Eulachpark gewohnt und gearbeitet, genossenschaftlich, nachhaltig und (fast) autofrei. Nach sechs Jahren planen und informieren ist das anspruchsvolle Projekt realisiert.

Foto: winbib (Signatur FotDig_Mader_0381)

Der Text basiert auf der Medienmitteilung der gesewo.ch.

Ein lange gehegter Traum geht in Erfüllung: Ab dem 1. Februar 2013 lebt eine bunt gemischte Bewohnerschaft aus allen Altersschichten gemeinschaftlich, selbstbestimmt und nachhaltig im grössten Holzwohnhaus der Schweiz. Die Zusammensetzung der Bewohnerschaft soll die Demografie der Schweiz widerspiegeln. „Mit der symbolischen Übergabe des Schlüssels legen wir die Verantwortung für das gemeinschaftliche Leben, Betrieb und Unterhalt der Siedlung in die Hände des Hausvereins Giesserei.

Der Schlüssel soll die Türen öffnen, damit Leben in dieses Haus hinein strömt und das Miteinander der verschiedenen Generationen offen und bereichernd wird," sagte Gesewo-Präsident Ruedi Boxler an der Feier zur Schlüsselübergabe am 31. Januar 2013.

Foto: winbib (Signatur FotDig_Mader_0383)

Der Architekt, Andreas Galli, wies darauf hin, dass „die 130 Meter langen, durchgehenden Holzveranden ein wichtiges, verbindendes Raumelement darstellen.“ Er freue sich ausserdem auf das Blühen der zwölf verschiedenen Baumsorten im Hofgarten.

Die Siedlung besteht aus zwei sechsstöckigen, langgezogenen und miteinander verbundenen Gebäuden, in denen 155 verschiedenartige und verschieden grosse Wohnungen untergebracht sind.

Hier werden grosse und kleine Familien, Singles, Studentinnen und Studenten, Künstlerinnen und Handwerker, ältere und junge Menschen in einem realen sozialen Netzwerk zusammenleben.

Foto: winbib, Andreas Mader (Signatur FotDig_Mader_0382)

Die Siedlung entspricht dem Minergie-P-Eco Standard, braucht kaum Fremdenergie und ist auch bezüglich Mobilität nachhaltig. Die Anzahl Auto-Parkplätze ist auf ein Minimum beschränkt, dafür gibt es 580 Velo-Abstellplätze.

Mit den öffentlichen Nutzungen im Erdgeschoss ist die Giesserei schon beinahe ein Quartier im Quartier: Unter anderem werden ein Veloladen, ein Bio-Restaurant, die Stadtbibliothek, eine Kindertagesstätte und ein Musikzentrum in die Giesserei ziehen.

Im Unterschied zu den meisten anderen Mehrfamilienhäusern gibt es in der Giesserei keine Verwaltung, welche die Hausregeln vorschreibt. Die im Hausverein organisierten Bewohnerinnen und Bewohner stellen die Regeln fürs Zusammenleben selber auf.

Foto: winbib, Nadia Pettannice (CC BY SA 4.0)

Sie packen aber auch tatkräftig mit an, beispielsweise bei kleineren Reparatur-, Reinigungs- oder Umgebungsarbeiten. Dafür profitieren alle von gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Gästezimmern, Gemeinschafts-Werkstätten oder sie können die tolle Aussicht von der Pantoffelbar aus geniessen.

Im grossen Gemeinschaftsraum können nicht nur Versammlungen abgehalten, sondern auch Feste gefeiert werden. Interessierte, die gerne einmal Giesserei-Luft schnuppern wollen, können sich als Bed-and-Breakfast-Gast ein Zimmer mieten.

Kreis Oberwinterthur
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