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Brunnen in Töss


Im Stadtkreis Töss sind fünf öffentliche Brunnen bis heute erhalten geblieben.

Zürcherstr. 127 / Stationsstr.

Ein schöner Brunnen in ovaler Form steht vor den alten Gmeindhüsli (Gemeidehaus) an der Zürcherstrasse 127. Auf der Brunnensäule ist das Tössemer Wappen eingehauen. Leider ist keine Angabe über das Erstellungsjahr vorhanden. Das ehemalige Schul- und Gemeindehaus 1825 erstellt und 1837 aufgestockt wurde, darf angenommen werden, dass der Brunnen in jenem Zeitraum aufgestellt worden ist.

Gätzibrunnenstr. / J.C. Heerstr.

Im Chrugeler, einem kleinen Quartier, das seinen Charakter aus alter Zeit bewahren konnte, steht ein gegensätzlicher Brunnen aus neuerer Zeit. Er ist schön eingebunden in den Gartencharakter seines Umfeldes.

Anlage vor Stadtwerk, Zürcherstrasse 70

Im kleinen Park an der Zürcherstrasse 70 vor dem Betriebsgebäude der Stadtwerke und in bester Nachbarschaft mit der Skulptur ‘vertikale und horizentale Torfiguren‘ von Max Bill steht der aus den Jahr 1809 (gemäss schlecht lesbarer Brunnensäulen-Gravour) ovale Brunnen. Sein Zustand ist nicht der beste und er wartet auf eine Auffrischung

Dättnauerstr. 118

Ein schön gestalteter Brunnen aus dem Jahre 2007 steht vor dem Kinderbetreuungshaus im Dättnau an der Dättnauerstr. 118.

Steig (Brüttenerstr.)

Von diesen wenigen alten und historischen Brunnen im Stadtkreis Töss steht einer weit abseits. Gemeint ist der Brunnen an der Steigstrasse auf dem Weg nach Brütten und Bassersdorf. Dieser Steigbrunnen wurde zu Beginn der 1790er-Jahre erstellt und an den Rand der 1791 in Betrieb genommenen neuen Strasse gestellt. Dieser Brunnen stand nicht immer so unbeachtet nebenan. Denn bis zur Eröffnung der heutigen Kantonsstrasse von Töss nach Kemptthal im Jahre 1842 war die Steig die Hauptstrasse Richtung Zürich. Diese Strasse ist seit je der wichtige Handelsweg vom Bodensee her. Dieser historische Weg durch das schattige, steile und nasse Gelände war je nach Jahreszeit und Wetterverhältnisse kaum passierbar. Mit der Zunahme des Verkehrs musste gehandelt werden. Die Zürcher Regierung liess daher zwischen 1788 und 1791 eine neue Strasse bauen.

Nach damaliger neuester Strassenbautechnik entstand eine Strasse mit einer gleichmässigen Steigung von acht Prozent und einer Breite von acht Metern. Auch für die wichtige Entwässerung wurden alle möglichen Vorkehrungen getroffen. Dieses gelungene Bauwerk war für jene Zeit ein Musterbeispiel. Der einfache Brunnen, der immer an diesem Wegstück gestanden hatte, sollte zu diesem Meisterstück passen. Also musste er ersetzt werden. So entstand gegen Ende der Bauarbeiten der Steigbrunnen. Im Brunnenstock war eine Inschrift angebracht gewesen. Sie gab den Stolz wieder, den dem neuen Bauwerk entgegengebracht wurde: ‚Diese ehmals kaum fahrbahre Berg-Strasse, ward auf Veranstaltung der zürcherschen Landes-Regierung, unter successiver Oberaufsicht Junker Ludwig Meiss und Herrn Salomon Escher regierenden Landvögten der Grafschaft Kyburg, neu angelegt und zu Stand gebracht, durch Ingenieur Lieutenant Spiteler vom 6. May 1788 bis 8. Mertz 1791.‘ Eine Abschrift dieser Inschrift ist im Staatsarchiv noch aktenkundig. Die Strasse, deren Verlauf immer noch unverändert ist, wurde mehrmals erneuert, der Brunnen erinnert nach wie vor an deren Entstehungszeit.

Reitplatz

Ein recht ansprechender Brunnen, der zwischen dem Waldrand und der Sportanlage auf dem Reitplatz Töss aufgestellt ist, wurde 2012 renoviert. Er besteht aus Kunststein, sog. „Mägenwiler-Mischung“. Durstende Sportler, Picknicker und Spaziergänger haben damit icht mehr zu leiden!

Gewässer
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