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Villa Lindgüetli, Hermann-Götz-Strasse 21


Bauherr dieser in einem schönen Park an der Hermann-Götz-Strasse 21 gelegenen neubarocken Villa war Conrad Keller-Egg (1836-1892), Direktor der Bank von Winterthur. Er war Mitgründer und dann SLM-Verwaltungsrat von 1871-1892.

Conrad Keller Egg war ein Schwager des Textilfabrikanten Eduard Bühler-Egg, der auf dem Nachbargrundstück bereits 1867/69 seine Villa gebaut hatte. Der nämliche Architekt Ernst Jung (1841-1912), der mit dem Bau der Bühler-Villa in Winterthur seinen Einstand als Bauführer und Architekt gegeben hatte, erhielt von Keller 1873 den Auftrag für den Bau der Villa Lindgüetli.

Obwohl kleiner ähnelt das Lindgüetli der Bühler-Villa. Die Villa ist zweigeschossig und mit einem Mansardwalmdach versehen. Auf der Strassenseite entstand 1879 von Architekt J. Forrer ein Ökonomiegebäude.1902 wurde Conrad Kellers Sohn, Gustav Keller-Bühler, Eigentümer der Villa. Er liess 1906 durch Jung & Bridler anstelle einer Terrasse im Erdgeschoss ein zentraler, sechseckiger Vorbau in Halbrundform als Wohnzimmererweiterung erstellen.

Darüber wurde eine Terrasse für das Obergeschoss mit einer Balustrade gesetzt. Ausserdem ist diese Fassade durch zwei flache Seitenrisalite ausgezeichnet, die sich auch ins Dach hinein ziehen. 1911 erfolgte durch die Architekten Bridler & Völki eine Küchenerweiterung gegen Norden.

Das Haus wird heute als Bürohaus genutzt. Nach wie vor ist es, wie auch der dazugehörige Park, gut unterhalten.

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