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Wohnüberbauung Eulachhof Neuhegi

2007

Die erste Wohnüberbauung auf dem ehemaligen geschlossenen Industrieareal der Gebr. Sulzer AG entstand 2007 mit dem Eulachhof Neuhegi. Sie ist die erste Nullenergiewohnüberbauung der Schweiz.

Bezüglich der Gestaltung mag der Eulachhof zwar nicht ins Auge stechen. Doch ist die Überbauung gleich ein doppelter Pionier. Zum einen, weil sie der erste Neubau eines Wohnhauses auf dem ehemaligen Sulzerareal in Oberwinterthur war, zum anderen wegen ihres Energiekonzepts. Es war die erste grosse Siedlung, die den Anforderungen des Labels Minergie-P-Eco genügte. Ein Teil der Fenster an der grosszügig verglasten Südfassade besteht nämlich aus Spezialscheibenmit Prismenplatte und Wärmespeicher. Im Sommer reflektieren die Prismen die steil einfallende Sonne, im Winter wird die Energie der flach strahlenden Sonne gespeichert. Für die Architektur zeichnet Dietrich Schwarz, GlassX AG, Zürich verantwortlich.

(Nach einem Text von Werner Huber im Jahrbuch 2013)

Der Eulachhof ist ein Bauprojekt der Allianz Suisse. Die Wohnsiedlung erhielt die Minergie-P-Eco-Auszeichnung. Die Wohnüberbauung hat 132 Mietwohnungen und 8 Geschäftsflächen. Die lichtdurchfluteten Wohnungen umfassen unterschiedliche Wohnungstypen mit 1- bis 5 1/2- Zimmern. Die Wohnungen verfügen über einen hohen Ausbaustandard. Dank den energetischen Massnahmen liegt der Energieverbrauch um rund zwei Drittel tiefer als bei herkömmlichen Überbauungen.Die Wohnsiedlung erhielt die Minergie-P-Eco-Auszeichnung.

aus der Website der Architekten:

Eulachhof Winterthur CH, 2007 Minergie ZH-P-ECO 001+002, Wohnüberbauung

Schwarz Architekten haben ein Knowhow entwickelt, welches das Bauen von Nullenergiehäusern mit angemessenen Gestehungskosten ermöglicht. Das Geheimnis liegt im ausgewogenen Gebäudekonzept, zwischen Heizenergie sparen und Solarenergie gewinnen. Das Projekt stellt den Auftakt zu einer neuen Quartierentwicklung auf einer Industriebrache dar. An den Parzellengrenzen werden die Gebäude mit Brandmauern abgeschlossen, diese ermöglichen das nahtlose Weiterstricken des Bebauungsmusters zu einer vielschichtigen Stadtraumstruktur. Die Orientierung der beiden Hauptkörper ermöglicht auch im Winter optimal besonnte Südfassaden. Die Südfassade ist energetisch optimiert, ohne das Komfortbedürfnis und das Lebensgefühl der Bewohner zu vernachlässigen. Zu sechzig Prozent wird diese mit dreifachisolierverglasten Fenstern belegt. Komplementär dazu wird ein von der Firma GlassX speziell entwickeltes Solarglas eingesetzt. Es ermöglicht das Speichern des Sonnenlichts in Form von Wärme im Glas selbst und zeitverzögert bietet es eine komfortable Wärmeabstrahlung zum Innenraum. Ein integriertes Prismenglas wirkt als saisonaler Überhitzungsschutz. Die geschlossenen Fassadenoberflächen bestehen aus sägeroher, vorvergrauter, horizontaler Douglasienschalung.

Auszeichnungen: Schweizer Solarpreis 2007, Leuchtturm von 2000-Watt, Watt d`Or 2009

Kreis Oberwinterthur
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