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Sodbrunnen in der Steinberggasse


Eine Baggerschaufel hat 1996 bei der Neugestaltung der Steinberggasse diesen in Vergessenheit geratenen Brunnen wieder entdeckt. Ein Stahlprisma ermöglicht nun einen Einblick in den beleuchteten Brunnenschacht.

Das Zuführen von Trinkwasser in die Innenstadt mit Teucheln ist keine sichere Wasserversorgung. Bei Belagerungen konnte ein Angreifer die Leitungen zerstören und auch die Versiegung ist ein Unsicherheitsfaktor. Deshalb wurde in der Neustadtgasse und in der Steinberggasse je ein Sodbrunnen erstellt und damit das Grundwasser angebohrt. 1764 wurde der Brunnen vor dem Hause Steinberggasse 26 stillgelegt und eingedeckt. Bei der Gassensanierung 1996 wurde er wiederentdeckt. Die Aussenmauern des Brunnenschachtes waren intakt. Mit wenig Aufwand konnte der Sodbrunnen rekonstruiert werden. Der Brunnenschacht ist etwa 17 Meter tief und hat einen Durchmesser von 2 Meter. Er ist in der Zeit zwischen 1470 und 1509 entstanden. Diese Datierung ist auch identisch mit dem Betrieb der Unteren Badstube, die 1470 entstanden ist. Ein Zusammenhang kann aber nicht nachgewiesen werden. Die Wände sind ohne Mörtel gemauert. Zur Stabilisierung wurden in das Bollensteinmauerwerk einzelne Gurten aus gesägten Tuffsteinen eingefügt.

Foto: wintipix.com

Der Sodbrunnen ist heute von der Strasse her durch ein Guckloch einsichtbar.

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