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Häuser Technikumstrasse 30-34

1642

Die drei Zeilenhäuser an der Technikumstrasse 30 bis 34 sind, in der langen Reihe der ehemaligen Stadtmauer entlang der Technikumstrasse, die gedrungensten Wohnbauten. Die zierlichen Häuser werden flankiert und fast erdrückt vom aufragenden Türmlihaus und vom neu renovierten und legendären ehemaligen Commercio.

TECHNIKUMSTRASSE 30

Das niedrige Zeilenhaus dürfte vor 1642 erbaut worden sein und weist drei Voll- und ein Mezzanin-Geschoss auf. Im 19. Jahrhundert wurde die Erdgeschossfassade mit aus Holz gefertigten toskanischen Pilastern und einem Architrav verziert. Die Fassade der Obergeschosse zeigt sich hingegen auch heute noch mit einer bescheideneren Gestaltung, die von einem vierteiligen Reihenfenster und Doppelfenstern mit Holzeinfassungen geprägt wird. (Inventarobjekt kommunal)

TECHNIKUMSTRASSE 32, Zum Rebstock

Das Zeilenhaus, seit 1956 im Besitz von Bruno Stefanini, weist eine Baustruktur auf, die mindestens ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Anlässlich der jüngsten Renovation ergab eine Holzaltersbestimmung, dass die die ältesten Gebäudeteile aus dem Jahre 1258 stammen. Darauf deutet u. a. die unregelmässige Fassadengestaltung mit den gotisch gekehlten Reihenfenstern hin. Zusammen mit den Nachbarhäusern Technikumstrasse 30 und 34 bildet das Haus einen Zeilenabschnitt, der die für das 17. Jahrhundert charakteristische Dreigeschossigkeit beibehalten hat und sich dadurch von den aufgestockten Nachbarhäusern unterscheidet. Es wurde 2016 umfassend saniert. Im Erdgeschoss wurde wieder ein Gewerberaum errichtet und darüber entstanden zwei Wohnungen. Im Obergeschoss wurde anlässlich dieser Sanierung ein Totentanzbild entdeckt. Es wurde restauriert. Solche Darstellungen waren im Spätmittelalter in Mode und hatten zum Ziel, die Menschen an ihre Sterblichkeit zu erinnern. (Inventarobjekt kommunal) Siehe auch Winterturer Jahrbuch 2017, Seite 144.

TECHNIKUMSTRASSE 34, Zum Hörnli

Das dreigeschossige Haus „Zum Hörnli", dessen Türsturz mit der Jahreszahl 1710 versehen ist, weist einen hohen Ursprünglichkeitswert auf und dürfte in wesentlichen Teilen der Baustruktur noch mindestens ins frühe 18. Jahrhundert zurückreichen. Aus dieser Zeit stammen etwa der Keller mit der verzierten Holzsäule und dem Klinkerboden sowie der liegende Dachstuhl. (Inventarobjekt kommunal)

(alle Texte: Denkmalpflege Winterthur)

Foto: winbib

Das Fassadenspiel an der nördlichen Technikumstrasse im Jahre 1910.

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