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Holdertor


Das Holdertor mit Stadtmauer und einem Graben, in dem Hirsche ein zu Hause hatten, verschwanden in der Mitte der 1830er Jahre. Der Justitiabrunnen wurde versetzt und die Kaserne überlebte noch ein paar Jahrzehnte, bis sie zu einem Kulturlokal avancierte.

Aquarell J. Ziegler, 1867. Stadtbibliothek Winterthur

Das Holdertor diente einst nicht nur als Zugang zur Innenstadt, sondern auch als Gefängnis. Auch der Scharfrichter und Wasenmeister (er war für die Kadaverbeseitigung zuständig) hatten ihre Amtswohnungen im Hause nebenan. 1749 brannte das Tor mit angrenzen Häusern ab. Zum Glück blieb das Pulvermagazin im Dachstock verschont. Zum Schutz der Stadt wurde das Tor sofort wieder aufgebaut und blieb bis 1835 erhalten. Heute prägen links das Restaurant „Jack's blues and rhythm bar“ (früher Sonneck) und rechts das Gebäude des ehemaligen Restaurants „Ochsen“ und die Kaserne, heute Kulturhaus, den geöffneten Holderplatz. Gegenüber blickte die Justizia vom Justiziabrunnen über den Platz in die Grabenallee. Viel später wurde sie mitsamt dem Brunnen in die Martkgasse verlegt.

Innenstadt
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