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Haus Berna, Marktgasse 16

Sat Feb 16 00:00:00 UTC 1765

Marktgasse 16

8400 Winterthur


Die heutige Marktgasse war die Hauptgasse der alten Stadt. Der Zugang zu diesem Strassenzug erfolgte in der befestigten Stadt durch den „Oberen Bogen“ und den „Zeitturm“. Mitte des 19. Jhdt. mussten sie dem zunehmenden Verkehr (!) weichen. Erhalten geblieben sind aber viele Bürgerhäuser, die noch heute unersetzliche Werte der Winterthurer Altstadt sind.

aus "Dokumentation für die Altstadt-Planungskommission" 1975

Trotzdem die Altstadt ihre Tore verloren hat, sind die Gassenräume in ihrer Geschlossenheit bewahrt geblieben. Auch die Fassaden blieben mit ihrer Geschlossenheit mehrheitlich erhalten. Eine planmässig angelegte Stadt von der Qualität und dem Erhaltungsstand von Winterthur ist deshalb verdientermassen ein nationales Kulturgut. Die Winterthurer Altstadt figuriert auch im Verzeichnis der Ortsbilder von nationaler Bedeutung. Die städtische Denkmalpflege ist bemüht mit der unter Schutzstellung von Häusern und Fassaden diese Bedeutung zu erhalten. Ein neueres Beispiel dieser Tätigkeit ist die Unterschutzstellung des Bürgerhauses „Berna" an der Marktgasse 16. An der oberen Marktgasse, quasi rund um das Haus „Berna" reihen sich besonders zahlreiche dieser wunderschönen Bürgerhäuser. Nebst dem „Berna" seien auch die Häuser „Zum Steineck" Marktgasse 7, „Zum Steinadler" Marktgasse 9, „Zur Sonne" Marktgasse 13-15, „Zur Geduld" Marktgasse 22, das „Rathaus" Marktgasse 20 und das „Waaghaus" Marktgasse 25 erwähnt.

Das Haus „Berna" erhielt seine heutige Gestalt um 1765, als es noch Haus „Zur Ceder" hiess. Die bürgerliche Spätbarockfassade zeigt einen reichen Bauschmuck, der sich besonders in der feinen Gestaltung der Stichbögen mit Schlusssteinen äussert. Von der barocken Innenausstattung sind im zweiten Obergeschoss Stuckdecken, Täfer sowie ein klassizistischer Kachelofen erhalten.

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