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Stadtwerk Winterthur

Thu May 09 00:00:00 UTC 1996

untere Schöntalstrasse 12

8406 Winterthur


Seit November 2017 ist der Standort Schöntal der neue und zentralisierte Hauptsitz von Stadtwerk Winterthur. Der einstige Werkhof ist für rund 22,5 Millionen Franken zu einem gemischt genutzten Büro- und Technikgebäude umgebaut worden. Mit dem Umbau ist auch die zur Umgebung gehörende Grünanlage aufgewertet worden. Der im Volksmund längst etablierte Name ist seit Juni 2018 auch offiziell: Max-Bill-Anlage.

Bild: winbib

Stadtwerk Winterthur gehört zum Departement Technische Betriebe der Stadtverwaltung Winterthur. Es weist eine breite Leistungsschau auf. Ob Strom, Gas, Wasser, Glasfaser, Wärme, Kälte, Kehricht oder Abwasser, für diese vielfältigen Themenwelten ist Stadtwerk Winterthur zuständig und verantwortlich.

Mit der Zusammenlegung der zwei Standorte Untere Vogelsangstrasse und Schöntal haben sich verschiedenste Vorteile ergeben. Die Wege sind kürzer, Synergien können besser genutzt werden und es fallen tiefere Betriebskosten an. Die engere Vernetzung der verschiedenen Tätigkeitsbereiche von Stadtwerk Winterthur lieferte denn auch die Idee für das Einweihungsmotto am 2. Juni 2018 «Gut vernetzt». Dieses steht gleichzeitig für die Kernkompetenz von Stadtwerk Winterthur: den Bau und Betrieb von Netzen für die Winterthurer Bevölkerung. Für rund 300 Mitarbeitende sind die Wege kürzer geworden, was die Zusammenarbeit einfacher und effizienter macht. Zudem verbraucht ein Standort weniger Energie als zwei und der Unterhalt hat sich vereinfacht.

Bild: winbib

Es ist kaum mehr vorstellbar, wie die städtischen Werke bis rund Ende des 20. Jahrhunderts funktionieren konnten. Die Entwicklung und die Verbreiterung der Geschäftsfelder des 1903 gegründeten Elektrizitätswerkes Winterthur machten im Verlauf der Zeit immer wieder neue und zusätzliche Standorte nötig.

Das Grosswarenlager des Rohrnetzbaus Gas/Wasser war einst an der Zeughausstrasse domiziliert. Die Abteilung Sanitärinstallationen mit Werkstatt und Laden befand sich an der Steinberggasse/Technikumstrasse (heute Nespresso-Laden bzw. ZHaW). 1969 wurde die eigene Gasproduktion eingestellt, ein eigenes Areal wurde somit frei und stand für eine neue Nutzung zur Verfügung.

Bild: winbib

Im Nachhinein kam die Erkenntnis, dass das Gebäude viel zu gross war und auch ein Hochregallager für die Zwecke der Materialausgabe an die Monteure zu aufwendig. Es reifte daher die Idee, dem Haus eine multifunktionale Nutzung (Büros und Werkstätten) zu geben. Damit wurde eine komplette Zusammenlegung der vielfältigen Abteilungen ermöglicht. Alles wurde neu und zweckmässig und auf kleinerem Raum neu organisiert. Das neue Zentrum des Stadtwerks Winterthur zeigt sich nun kunden- und personalfreundlicher. Die Abläufe sind optimaler in besserer Arbeitsatmosphäre möglich. Auch Pausenräume und gut eingerichtete Garderoben fehlen nicht. Ausser der Kehrichtverbrennungs- und der Abwassereinigungsanlage ist Stadtwerk Winterthur an besterschlossener Lage vereint.

Bild: winbib

Es dauerte seine Zeit bis darauf der Neubau eines Betriebsgebäudes realisiert werden konnte. Endlich am 2. Juni 1991 wurde in einer Volksabstimmung ein Baukredit von 44 Mio. Franken für ein neues zentrales Werkstattgebäude genehmigt. Der Realisierung kam ein Hindernis in die Quere. Neue Vorschriften verlangten eine aufwendige Sanierung des verschmutzten ehemaligen Gaswerkgrundstücks. Dafür entstanden Zusatzkosten von 8 Mio. Franken. Erst 1994 begannen die Bauarbeiten. Im März 1996 erfolgte der Bezug des neuen Betriebsgebäudes Schöntal durch die einzelnen Abteilungen der Städtischen Werke. Der Neubau trägt die unverkennbare Handschrift des Zürcher Architekten Theo Hotz (1928-2018).

Der damals zuständige Bau-Stadtrat Heiri Vogt äusserte sich dazu wie folgt: „Der Neubau, der die unverkennbare Handschrift vom Zürcher Architekt Theo Hotz (1928-2018).trägt, präsentiert sich sehr gut in der Umgebung. Das Innere lässt Anpassungen an neue Bedürfnisse oder Abläufe jederzeit zu. Auch wegen der zukunftsgerichteten, technischen Ausrüstung mit einem Blockheizkraftwerk, mit den Sonnenkollektoren zur Warmwasserheizung auf dem Dach und mit der vom Grossen Gemeinderat nachträglich genehmigten, in die beweglichen Sonnenschutzlamellen der Fassade gegen die Zürcherstrasse, integrierte Photovoltaikanlage, wird der Neubau in Fachkreisen Interesse wecken. Der anspruchsvolle Neubau wird wohl in die Geschichte herausragender Bauten Winterthurs eingehen.“

Max-Bill-Anlage offiziell benannt

In Zusammenhang mit der Umnutzung der Liegenschaft Schöntal hat Stadtwerk Winterthur das Areal geöffnet und einen neuen Zugang über die Grünanlage realisiert. Dank diesem kommt die Max-Bill-Plastik noch besser zur Geltung. Die Anlage hat dadurch eine Aufwertung erfahren. Der 1908 in Winterthur geborene Künstler und Architekt Max Bill hat die Plastik 1994 entworfen. Aufgewachsen ist Bill teilweise im Brühlbergquartier, ganz in der Nähe der Max-Bill-Anlage. Umgesetzt wurde die Plastik 1997 nach Errichtung der Liegenschaft Schöntal von Stadtwerk Winterthur, drei Jahre nach Max Bills Tod. Die Landschaftsarchitekten Aubort Radarschall gestalteten damals die Umgebung. Jakob Bill, Sohn des Künstlers, und Stadtrat Stefan Fritschi haben der Grünanlage bei einem Festakt zur Einweihung des Zentrumgebäudes im Juni 2018 ihren Namen offiziell verliehen: Max-Bill-Anlage.

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