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Eichwaldhof (Projekt)


Im Winkel zwischen der Stadteinfahrt prägenden, rund 90-jährigen, Platanenallee an der Frauenfelderstrasse und der Schoorenstrasse planen die drei Grundeigentümerinnen (Gesellschaft für Erstellung billiger Wohnhäuser (GEBW), die Firma L+B sowie H. und E. Blatter Immobilienanlagen AG) eine Neuüberbauung.

Ausgangslage

Die bestehende Bausubstanz soll abgerissen werden, da sich eine Sanierung aus wirtschaftlichen und ökologischen Überlegungen nicht mehr lohnt. Dank dem grossen und zusammenhängenden Grundstück, und dem Willen der drei unterschiedlichen Bauträger einen gemeinsamem städtebaulichen Plan zu realisieren, soll die raumplanerische Forderung nach einer Verdichtung nach innen an dieser Stelle exemplarisch umgesetzt werden.

Projektbeschreibung

Geplant ist auf einer Fläche von rund 32 700 Quadratmetern ein Ensemble von vier- siebenstöckigen Wohnbauten mit einem Gewerbeanteil im Erdgeschoss. Sie sollen Platz für rund 320 Mietwohnungen bieten. Diese sollen mehrheitlich zwischen zweieinhalb und viereinhalb Zimmer gross sein und preiswert vermietet werden. Das Projekt sieht zudem die Renaturierung des umliegenden Eichwaldbaches und die Errichtung eines zentralen Innenhofes vor, womit das gesamte Areal einschliesslich des angrenzenden Quartiers und der Stadteinfahrt eine Aufwertung erfährt.

Im Wettbewerbsverfahren, das von 2017 bis 2019 stattfand, hat sich das gemeinsame Projekt der KilgaPopp Architekten, Krebs und Herde Landschaftsarchitekten und Suter von Känel Wild AG durchgesetzt.

Die Neuüberbauung soll als «Tor zur Oberi» städtebaulich neue Akzente setzen.

Referendum scheitert an der Urne

Gegen das Bauvorhaben wurde im Jahr 2020 von Anwohnerinnen und Anwohnern der umliegenden Siedlung das Referendum ergriffen. Hauptkritikpunkt ist die geplante Zufahrt durch das Quartier über den Pappelweg, die Pfaffenwiesenstrasse, den Ruediweg und die Schoorenstrasse. Das Komitee fordert eine Erschliessung der Überbauung über die Frauenfelderstrasse.

Die Abstimmung zum Projekt fand am 7. März 2021 statt. Die Wahlbeteiligung lag bei 49.8%. Das Bauvorhaben wurde mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 62.9% deutlich angenommen. Alle Wahlkreise stimmten dafür. In Oberwinterthur lag die Zustimmung bei 55.7%.

Kreis Oberwinterthur
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