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Fehr Jacqueline, Politikerin, Nationalrätin, *1963

Jacqueline Fehr
Sat Jun 01 00:00:00 UTC 1963

Jacqueline Fehr, die gelernte Sekundarlehrerin, heute Berufspolitikerin, war von 1998 bis 2015 eine der profiliertesten Nationalrätinnen der Schweiz. Nach auf und ab in der bisherigen Politkarriere kam Fehr im April 2015 zu einem grossen Erfolg. Sie wurde in den Regierungsrat des Kantons Zürich gewählt.

Jacqueline Fehr ist in Elgg und in Winterthur aufgewachsen. Nach der Marura liess sie sich zur Sekundarlehrerin ausbilden (1983-1987). 1991 bis 1994 absolvierte Fehr ein Studium in Psychologie, Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft, welches sie jedoch nicht abschloss. Von 1994 bis 1996 arbeitete sie in Job-Sharing als Departementssekretärin im Departement Schule und Sport Winterthur. 1997 machte sich Fehr selbständig als Organisationsberaterin (Beratungen, Schulungen, Coaching). Seit 2002 bis 2012 betätigte sie sich als Projektarbeiterin. Fehr ist geschieden vom Schweizer Ökonom Maurice Pedergnana, sie haben zwei Kinder (*1994 und 1996).

Jacqueline Fehrs politische Laufbahn begann 1990 mit der Wahl ins Winterthurer Stadtparlament. Von 1991 bis 1998 war sie Mitglied des Zürcher Kantonsrates. 1998 rückte sie in den Nationalrat nach. Im Nationalen Parlament profilierte sich bald, sodass die Wiederwahlen für Fehr kein Probleme waren. Sie ist seit 2003 im Nationalrat Mitglied der parlamentarischen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK). Fehr ist Vizepräsidentin der SP Schweiz. Im Parlamentarier-Rating der Sonntags-Zeitung wurde sie 2009 zur einflussreichsten Persönlichkeit des Schweizer Parlaments gekürt.

Unteranderem ist Jacqueline Fehr Stiftungspräsidentin der Stiftung Kinderschutz Schweiz, Vizepräsidentin der Pro Familia Schweiz, Mitglied in der Stiftung Pestalozzianum und Mitglied bei Solidar Suisse. Seit 2012 ist sie Verwaltungsrätin der Erdgas Zürich.

Jacqueline Fehr ist eine engagierte linke Berufspolitikerin und eine der profiliertesten Nationalrätinnen der Schweiz. Kinder-, Familien- und Bildungspolitik sind ihre Hauptthemen. Wegen ihrer direkten und angriffigen Art hat in ihrer Karriere aber auch schon etliche schmerzhafte Niederlagen erlitten, gegen Simonetta Sommaruga bei der Bundesratswahl 2010 und vor allem völlig überraschend gegen Andy Tschümperlin bei der SP-Fraktionspräsidentenwahl 2012. Fehr gilt als sehr entschlossen und scheut sich nicht, anderen auf die Füsse zu treten.

Als nächstes grosses Ziel nahm sie 2015 die Wahl in die Zürcher Regierung in Angriff. Am 27. September 2014 kürte sie die SP-Delegiertenversammlung in ihrer Heimatstadt zur Kandidatin für die Regierungsratswahlen Zürich 2015. Und diesmal ging die Rechnung auf. Am Wahlsonntag vom 1. April 2015 wählten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Zürich sie in die Kantonsregierung. Sie sicherte somit der SP den Sitz ihrer zurückgetretenen Parteikollegin Regine Aeppli.

An einer ersten Sitzung des neu zusammengesetzten Regierungsrats wurde die Departement verteilt. Dabei wurde Fehr, eher überrraschend, die Direktion der Justiz und des Innern zugeteilt.

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