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Heil Anton, Nationalrat (CVP), 1920-1976

Anton Heil
02.02.1920
02.08.1976

Vater Johann Jacob Heil und Sohn Anton Heil haben ähnlich ausgerichtete Tätigkeiten ausgeübt und sich auch gewerkschaftlich und politisch im gleichen Sinne verdient gemacht.

Heil, Johann Jacob, 1884-1957, Politiker, Gewerkschaftsekretär

Johann Jacob Heil kam am 13.Juli 1884 in St. Josefen (Gem. Gaiserwald SG) zur Welt und am 14. Juni 1957 in Winterthur gestorben. Er war der Sohn des Joseph Stickers und der Maria Juliana Keller. Der Vater war ein Arbeiter in der Stickereiindustrie. 1902 bis 1905 absolvierte er eine Spenglerlehre. Auf seiner Wanderschaft in der Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich blieb er 1907 schliesslich in Duisburg hängen. Er gab dort den Beitritt zum Christl. Metallarbeiterverband Deutschlands.

A 1910 war anschliessend in Zürich im Christl. Metallarbeiterverband der Schweiz (CMV) aktiv. Ab 1912 war Vater Heil Sektionspräsident in Zürich und Mitglied des Zentralvorstands, ab 1916 bis 1917 Zentralpräsident und anschliessend 1917 bis 1957 Zentralsekretär. Politisch war zuerst 1921-22 im Grossen Stadtrat der Konservativen Volkspartei (spätere CVP) in Schaffhausen und von 1926 bis 1932 im Winterthurer Stadtparlament. Heil prägte mit seiner auf Arbeitsfrieden und Familienzulagen ausgerichteten Politik den CMV während vier Jahrzehnten.

Heil Anton, 1920-1976, Politiker, Gewerkschaftsekretär

Wie der Vater so der Sohn: Anton Heil kam am 2. Februar 1920 in Schaffhausen zur Welt. Er studierte nach dem Gymnasium in Winterthur von 1940 bis 1945 Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. Er war anschliessend 1945 bis 1963 juristischer Mitarbeiter und Zentralsekretär im Christlichen Metallarbeiterverbands der Schweiz und 1964 bis 1969 deren Präsident. Ab 1961 bekleidete er das Amt eines Präsidenten des Christlich nationalen Gewerkschaftsbunds der Schweiz. Von 1959 bis 1969 gehörte er dem Nationalrat als Vertreter der CVP an. 1969 gelang ihm die Wahl zum Bundesrichter am Eidg. Versicherungsgericht in Luzern. Als Mitarbeiter in zahlreichen Expertenkommissionen hat Heil massgeblich zum Aufbau der schweizerischen Sozialpolitik beigetragen, insbesondere im Rahmen des Versicherungsaufsichts- und Unfallversicherungsgesetzes. Er hat sich eingesetzt für die Revision der AHV und der IV, der Kranken- und Unfallversicherung, der Eidg. Militärversicherung sowie für das Gesetz über Familien- und Kinderzulagen. Heil verstarb am 2. August 1976.

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