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Spiegel Roland, Terminchef, 1924-2004

Roland Spiegel
1924
2004

1954 kam der Solothurner Roland Spiegel nach Winterthur und hat sich hier mit seiner Familie rasch eingelebt und in ausserordentlichem Masse engagiert. Er gilt als Vater des Albanifestes, dessen Organisationskomitee er 20 Jahre vorstand und das er zum ersten Anlass der Stadt machte.

Nach einer gründlichen Ausbildung bei Von Roll in der Klus bei Balsthal und den üblichen Lehr- und Wanderjahren kam er als Terminchef zu Sulzer. Als Vergnügungschef beim Männerchor Winterthur (später Liedertafel Winterthur, die er dann auch 25 Jahre präsidierte) entdeckte 1964 Stadtpräsident Hans Rüegg sein Organisationstalent und beauftragte ihn mit der Durchführung der 700-Jahr-Feier Winterthurer Stadtrecht 1264. Dass dann daraus ab 1971 das heute weitherum bekannte Albanifest wurde, dessen Organisation Roland Spiegel während 20 Jahren bravourös meisterte, dachte damals niemand. Während 12 Jahren (1966-1978) war der CVPler Mitglied des Grossen Gemeinderats, er gehörte nicht zu den Lauten, sondern zu den wirklich Engagierten, welche sich der Sache wegen um Lösungen bemühte. Sein konziliantes und offenes Wesen brachte ihm die Anerkennung aller politischen Richtungen. So war es ihm ein Anliegen, nach seinem politischen Rücktritt die Kameradschaft unter den Ehemaligen aufrecht zu erhalten, und gleich wie für seine ehemaligen Kollegen des Albanifestkomitees organisierte er auch alljährlich ein Treffen der ehemaligen Gemeinderäte. Nach seiner Pensionierung und seinen Rücktritten wurde es stiller um Roland Spiegel, und er genoss vermehrt seine Familie. Roland Spiegel hat sich mit Leib und Seele für seine neue Heimatstadt Winterthur engagiert. Der Stadtrat hat ihm und seinen Kollegen vom Albanifestkomitee vor Jahren durch die Verleihung der Anerkennungsgabe die verdiente Würdigung zukommen lassen.

Spiegel war verheiratet und Vater von vier Söhnen. Neben Singen und Organisieren war er ein leidenschaftlicher Sammler. Briefmarken und "Güggel" in allen möglichen Darstellungen waren seine liebsten Trophäen.

Kulturschaffende
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