Kunst und Kultur

Bruno Bischofberger

Maler, Grafiker und Zeichner

Bruno Bischofberger war ein Maler, Grafiker und Zeichner. Er entwickelte eine eigenständige, gegenständliche Bildsprache in zarten, tonigen Farben. Neben Gemälden schuf er zahlreiche Lithografien, Wandbilder und Glasarbeiten. Ab den 1950er-Jahren prägte er auch den öffentlichen Raum Winterthurs. Zum Beispiel mit Werken im Schulhaus Guggenbühl. Ebenfalls war er Mitglied der Künstlergruppe Winterthur sowie der GSMBA Zürich.


Sterbeort
Zumikon

Geburtsort
St. Gallen

Geboren
28.4.1926

Gestorben
3.11.2006


Persönliche Laufbahn

Bruno Bischofberger wurde 1926 in St. Gallen geboren. Er besuchte Schulen in Wil (SG), Davos, Mons (Belgien) und Winterthur. Nach der obligatorischen Schulzeit absolvierte er von 1942 bis 1948 die Fachklasse für angewandte Malerei an der Kunstgewerbeschule Zürich. Zu seinen Lehrern zählten Johannes Itten, Otto Morach, Heinrich Müller, Ernst Gubler und Max Gubler. Anschliessend studierte er während vier Semestern Kunstgeschichte an der Universität Zürich.

Bischofberger unternahm zwischen 1947 und 1954 mehrere längere Studienaufenthalte in Paris. 1952 reiste er nach England, ab 1953 folgten jährliche Aufenthalte in Spanien. Von 1954 bis 1979 unterhielt er einen Zweitwohnsitz in Cadaqués, einem kleinen Ort an der Costa Brava in Katalonien. Die Reisen und wechselnden Lebensorte prägten sein Werk nachhaltig und erweiterten seinen künstlerischen Horizont.

Künstlerisches Schaffen

Als Maler hielt Bruno Bischofberger konsequent an der Gegenständlichkeit fest. Die Herausforderungen der Darstellung suchte er mit rein malerischen Mitteln zu lösen. Charakteristisch für sein Werk ist eine zurückhaltende, tonig abgestufte Farbpalette, in der sich die Farben gegenseitig intensivieren. Häufig liegt seinen Gemälden ein lyrischer Unterton zugrunde.

Ausgangspunkt seiner Arbeiten waren erlebte Situationen, die als Impuls für die malerische Umsetzung dienten. In sorgfältig entwickelten Kompositionen mit fein abgestimmten Licht- und Farbwerten übersetzte Bischofberger persönliche Eindrücke in eine bildhafte Form. Seine Malerei zielt weniger auf erzählerische Darstellung als auf die Verdichtung von Stimmung und innerer Spannung.

Weitere Ausdrucksformen und Kunst am Bau

Neben Ölgemälden schuf Bischofberger auch Lithografien, Ölkreide-Zeichnungen, Holzschnitte, Wandbilder, Glasfenster, Bühnenbilder und Illustrationen. Er erhielt mehrere Aufträge für Kunst im öffentlichen Raum. In Winterthur realisierte er 1953 für das Schulhaus Guggenbühl ein Wandbild sowie ein Brunnenmosaik.

Seit 1952 war Bruno Bischofberger Mitglied der Künstlergruppe Winterthur. Zudem gehörte er der GSMBA Zürich an (heute visarte).


Benutzte und weiterführende Literatur

Ausstellungskatalog Wohlbehütet – Wertgeschätzt. Winterthur Kunst aus Winterthurer Privatbesitz, Museum Villa Flora Winterthur, 2017.
has.: Der Kunstmaler Bruno Bischofberger ist gestorben, in: Tages-Anzeiger, 14.11.2006.

Bibliografie

    Bischofberger, Bruno, 1926-2006, Kunstmaler

    • Einträge 1991–2010

      Retrospektive: Landbote 1995/100 1Abb. - Winterthurer Arbeiterzeitung 1995/100 1Abb. - Winterthurer Jahrbuch 2008 1Abb.


Autor/In:
Lucia Angela Cavegn
Letzte
Bearbeitung:
17.01.2026
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