Nach der Schliessung der legendären Pianobar am Winterthurer Bahnhof fehlte in der Stadt während Jahren ein Lokal mit regelmässigen Jazzkonzerten. Diese Lücke wollte der Biologielehrer und Jazztrompeter Koni Weber schliessen. Gemeinsam mit seiner Partnerin Dorothea Keiser und dem Schlagzeuger Mandi Silberer gründete er 2005 den Verein Jazz-Verein Esse Winterthur und eröffnete die Esse Musicbar.
Als Standort diente eine ehemalige Werkstatt der SBB an der Rudolfstrasse 4, unmittelbar hinter den Gleisen des Hauptbahnhofs. Hier hatten bis kurz vor der Eröffnung noch die Gleisarbeiter gearbeitet und geschmiedet. Die damals noch erhaltene Esse gab dem Lokal sienen Namen.
Die Einrichtung war ebenso ungewöhnlich wie der Standort. Gebrauchte Sofas, Sessel und Tische sorgten für eine wohnliche Atmosphäre. Wer wollte, konnte sogar ein Möbel kaufen. Die ursprünglichen Werkstattlampen blieben erhalten, während die Bühne aus dem Hotel Dolder stammte. Für den Barbetrieb waren zunächst die Brüder Martin und Christoph Lanz verantwortlich.