Eugen del Negro wurde am 22. Januar 1936 in Winterthur-Töss geboren. Seine Eltern waren aus Italien in die Schweiz eingewandert. Schon in seiner Jugendzeit entdeckte Eugen del Negro seine Leidenschaft für die Malerei und war oft mit Stift und Pinsel unterwegs. Von 1951 bis 1954 absolvierte er eine Lehre als Bauzeichner in Winterthur. Anschliessend arbeitete er während rund eineinhalb Jahren in einem Architekturbüro in Stockholm. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz liess er sich zum Architekten HTL am Technikum Winterthur ausbilden. Allerdings erfüllte ihn der Architektenberuf nicht dauerhaft. Von 1962 bis 1965 absolvierte er an der Kunstgewerbeschule Zürich eine Ausbildung zum Zeichenlehrer. Zusätzlich besuchte er Vorlesungen in Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Zürich. Von 1962 bis 1974 unterrichtete er an der Kantonsschule im Lee in Winterthur. 1968 trat er der Künstlergruppe Winterthur bei.
Eugen del Negro heiratete und zog mit seiner Frau Margrit zwei Kinder auf. Del Negro wohnte und arbeitete ab 1967 in Unterstammheim, ab 1972 in Oberstammheim, wo er für seine Familie ein Einfamilienhaus mit Atelier errichtete, das 1973 bezogen werden konnte. Kurz darauf geriet er in eine Schaffenskrise: Die zunehmenden künstlerischen Ambitionen liessen sich nicht mehr mit seiner Lehrtätigkeit vereinbaren. 1974 gab er seine Anstellung auf und entschloss sich, fortan als freischaffender Künstler zu arbeiten.