Das «Chinesenbrüggli» verbindet heute den Reitplatz mit den Wanderwegen am Rossberg und in Richtung Kemptthal und Lindau. Die Initiative zum Bau ging vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Winterthur und Umgebung aus. Dem 1910 aufgesetzten Schreiben zufolge war der Grund für den Wunsch nach einem Fussgängersteg, dass der starke Verkehr die Fussgänger davon abhielt, die Heerstrasse nach Kemptthal und Töss zu nutzen, weil sich dort viel Staub entwickelte. Sie erklärten weiter, dass dies seit langem ein Anliegen der gesamten Bevölkerung sei. Denn seit dem Einsturz eines älteren Flussteges im Jahr 1897 gab es keine direkte Verbindung mehr zum Rossberg über die Töss. Seit 1900 versuchte der Verkehrs- und Verschönerungsverein diesen Steg zu ersetzen.
Das städtische Forstamt war von der Idee weniger angetan. Die Verantwortlichen befürchteten, dass durch den Bau des Stegs «Frevler» Zugang zu Waldgebieten erhalten würden, weshalb es davon abriet. Die Hauptbefürchtung war wohl das unerlaubte Entnehmen von Brennholz für den Eigenbedarf. Der Winterthurer Stadtrat entschied sich trotz dieses Einwandes für die Umsetzung und eine Subvention von 500 Franken.