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Hegiberg-Etzberg-Wald

Bewaldete Hügel Hegiberg und Etzberg im Osten von Winterthur

Zwischen Seen und Elsau bedeckt ein ausgedehntes Waldgebiet den Hegiberg und den Etzberg. Grosse Teile davon werden vorwiegend für die Holzproduktion genutzt. Östlich von Oberseen, oberhalb der Strasse nach Ricketwil, befindet sich das Naturjuwel Sädelrain.


Geschichte

Bereits im frühen Mittelalter gab es auf dem Etzberg eine Siedlung, die nach ihrem Gründer Ezzo benannt worden sein soll. Eine grössere Lichtung umgab den Hof, auf dem Ackerbau, Rebbau und Milchwirtschaft betrieben wurde.

Wie auf dem Eschenberg wurden auch auf dem Etzberg im 18. Jahrhundert grosse Gebiete mit Fichten aufgeforstet, die einen schnellen und hohen Holzertrag versprachen. Auf der historischen Wild-Karte aus dem Jahr 1850 sind Lichtung und Hof noch eingezeichnet, auf der Siegfried-Karte von 1880 sind sie verschwunden. Einige dieser Gebiete bestehen noch heute fast ausschliesslich aus Fichten, obwohl natürlicherweise der Buchenwald hier konkurrenzstärker wäre. An anderen Orten wie beispielsweise im Orbüel gedeiht ein vielfältiger Laubmischwald mit verschiedenen einheimischen Laubholzarten.

Die Waldgebiete des Hegibergs und Etzbergs gehören grösstenteils dem Kanton Zürich sowie der Holzkorporation Oberwinterthur oder privaten Eigentümern. Die Stadt Winterthur besitzt Waldstücke am Etzberg sowie in den Gebieten Sädelrain und Chamb im Seemer Tobel. Diese hängen mit dem Waldgebiet am Hulmen auf der gegenüberliegenden Tobelseite zusammen.

Lichter Wald am Sädelrain

In den Gebieten Sädelrain und Chamb wird die natürliche Artenvielfalt des lichten Waldes gezielt gefördert und gepflegt. Seit 2007 wird das Waldstück jedes Jahr im Herbst durch Stadtgrün Winterthur gemäht und Freiwillige des Natur- und Vogelschutzvereins Winterthur-Seen rechen anschliessend das Schnittgut zusammen, damit es abgeführt werden kann. Ziel dieser Pflegemassnahmen ist, den lichten Wald hell zu halten – aufkommende Sträucher werden mitgemäht – und durch das Abführen des Schnittgutes den nährstoffarmen Charakter des Bodens zu erhalten. So konnte im Sädelrain ein wertvolles, kleinräumiges Lebensraummosaik entstehen. Mit seinen feuchten Stellen, kleinen Tümpeln, aber auch sehr trockenen Standorten bietet es vielen lichtbedürftigen Arten einen geeigneten Lebensraum. Inzwischen gedeihen hier geschützte Orchideenarten, aber auch eher seltene Baumarten wie Elsbeere oder Mehlbeere. Leider machen sich an verschiedenen Stellen auch ausgesetzte Gartenpflanzen wie gefüllte Schneeglöckchen, Osterglocken oder blau-violette Hasenglöckchen breit, die nicht in unsere einheimischen Wälder gehören.

Benutzte und weiterführende Literatur

Bibliografie

    Etzberg

    • Einträge 1991–2010

      Eine Wüstung auf Winterthurer Stadtgebiet: Seemer Bote 2004/184+2005/185 von Willy Bloch, m.Abb.
      Köhlerei auf Chölberg: Landbote 2006/140 1Abb., 152 1Abb. - Seemer Bote 2006/192 m.Abb.


Autor/In:
Katrin Junker
Letzte
Bearbeitung:
24.01.2023
Nutzungshinweise
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