Das schmale, zweigeschossige Sichtbacksteinhaus mit Satteldach am Rieterkanal wurde in den 1890er-Jahren gebaut. Es befindet sich an prominenter Lage im Chrugeler Quartier im Stadtteil Töss. In den 1910er-Jahren betrieb die Witwe Marie Ritter an der Kanalstrasse 2 im Haus eine Färberei.
1920 lief der Betrieb unter dem Färbermeister Ernst Zürcher weiter. Neben einer Kleiderfärberei betrieb er 1925 auch eine chemische Waschanstalt. 1927 führte die Familie Zürcher-Ritter den Betrieb an der Kanalstrasse 2. Sie selber lebten in der Altstadt an der Oberen Kirchgasse 12. 1933 übernahm Willhelm Eymer aus Preussen das Geschäft an der J.-C.-Heer-Strasse 2. 1928 war die Kanalstrasse in J.-C.-Heer-Strasse umbenannt worden. 1934 erweiterte er das Haus um einen eingeschossigen Anbau.
Von 1935 bis 1939 führte er das Geschäft unter dem Namen «Gebrüder Eymer. Färberei und chemische Waschanstalt». Nach der Aufgabe des Geschäfts nutzte Eymer das Haus bis mindestens Ende der 1960er-Jahre als Wohnhaus. In den 1990er-Jahren wurde das Drei-Zimmer-Haus sanft renoviert und der Anbau zu Wohnzwecken umgebaut.