Kunst und Kultur

Karin Mächler

Malerin, *1963

Karin Mächler ist eine Schweizer Malerin, die seit 1988 in Winterthur-Töss lebt und arbeitet. Ihr abstraktes Werk ist geprägt von einem prozesshaften Umgang mit Farbe und Material. In Schichtungen, Abrieb und Freilegungen thematisiert sie das gleichzeitige Vorhandensein von Vergangenheit und Gegenwart sowie die Frage nach der eigenen Position in der Welt.


Geburtsort
Vevey

Geboren
21.09.1963


Karin Mächler_fotografiert von Tochter Meret Mächler, 2024
Foto: zvg. Karin Mächler

Leben und Ausbildung

Karin Mächler, geborene Brühwiler, kam 1963 in Vevey zur Welt und wuchs in Feldmeilen und Männedorf auf. Von 1979 bis 1983 besuchte sie die Kantonsschule Küsnacht. Anschliessend absolvierte sie von 1983 bis 1988 den Vorkurs sowie die Fachklasse für Werklehrerinnen und Werklehrer an der Schule für Gestaltung in Zürich. Seit 1987 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig. Ein Jahr später liess sie sich in Winterthur-Töss nieder, wo sie seither lebt und arbeitet. Sie ist Mutter von drei Kindern. 

Künstlerisches Werk

Das künstlerische Schaffen von Karin Mächler konzentriert sich auf die Malerei. Sie arbeitet vorwiegend mit Acrylfarben, die sie in unterschiedlichsten Konsistenzen auf Holzplatten oder Stoff aufträgt. Die Farbe wird gespachtelt oder gestrichen und anschliessend teilweise wieder abgerieben oder abgekratzt, sodass darunterliegende Schichten sichtbar werden. Dieses Wechselspiel von Auftragen und Entfernen bildet eine Konstante in ihrem Werk.

In ihren abstrakten Bildern thematisiert Mächler die Verbindung unterschiedlicher Zustände – das Erscheinen und Verschwinden, das Vorher und Nachher. Persönliche Lebensereignisse fliessen unterschwellig in die Arbeiten ein und beeinflussen Farbwahl und Technik. Den oft langwierigen Entstehungsprozess beschreibt sie als ein «In-den-Spiegel-Schauen», in dem sich persönliche Erfahrung und allgemeine menschliche Fragestellungen überlagern. 

Material und Bildträger

Eine besondere Rolle spielt der Bildgrund. Vor allem Holz mit seiner gewachsenen Struktur und seinen Gebrauchsspuren wie Maserungen, Astlöcher, Risse oder alte Nagellöcher, dient als Ausgangspunkt. In einem dialogischen Prozess zwischen Material, Farbe und Künstlerin entstehen die Bilder Schicht um Schicht.

Auszeichnungen

Karin Mächler wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt in den Jahren 1988, 1990 und 1991 ein Kunststipendium des Kantons Zürich. 1989 wurde ihr der Förderpreis der Stadt Winterthur zugesprochen. 1998 folgte der Preis der Kulturstiftung Winterthur, den sie gemeinsam mit Reto Mächler erhielt. 2002 wurde ihr Schaffen mit dem Maler-Dünner-Förderpreis gewürdigt.


Benutzte und weiterführende Literatur

Peege, Christina: Ausgrabungen in eigener Sache, in: Der Landbote, 12.12.2013.
pd: Bewegungen der Seele, in: St. Galler Tagblatt, 11.05.2012.

Bibliografie

    Mächler, Karin, 1963-, und Reto, 1962-

    • Einträge 1991–2010

      Preis Kulturstiftung Winterthur 1998: Landbote 1998/263, 277 1Abb. - STadtblatt 1998/59.
      In: Tössemer 2000/1 m.Abb.
      Förderpreis Maler Dünner 2002 an Karin M.: Winterthurer Dok. 2002/35 Medienmitteilung und Lebenslauf, m.Abb. - Landbote 2002/238, 248 1Abb.


Autor/In:
Lucia Angela Cavegn
Letzte
Bearbeitung:
20.04.2026
Nutzungshinweise
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