Kunst und Kultur

Nicola Jaeggli

Malerin, Grafikerin, *1955

Nicola Jaeggli ist eine in Winterthur geborene Künstlerin, die sich in ihrer Malerei mit Strukturen, Texturen und konstruierten Bildräumen auseinandersetzt. Früh setzte sie digitale 3D-Programme als künstlerisches Werkzeug ein, um ohne fotografische Vorlagen eigenständige, virtuelle Bildwelten zu entwickeln. Neben ihrer eigenen künstlerischen Arbeit unterrichtet sie als Dozentin und engagiert sich kulturpolitisch.


Geburtsort
Winterthur

Geboren
01.08.1955


Ausbildung und beruflicher Werdegang

Nicola Jaeggli wurde 1955 in Winterthur geboren. Von 1972–1977 studierte sie an der Schule für Gestaltung in Zürich. Ab 1990 hatte sie einen Lehrauftrag für manuelle Drucktechniken an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). 2013 gründete sie gemeinsam mit Aldo Mozzini eine eigene Druckwerkstatt in Zürich, in der Weiterbildungs- und Vertiefungskurse angeboten werden.

Neben ihrer Lehrtätigkeit engagierte sich Jaeggli kulturpolitisch: Von 1991–2003 war sie Mitglied der Kulturförderungskommission des Kantons Zürich für den Bereich Bildende Kunst.

Künstlerisches Werk

In ihrer Malerei beschäftigt sich Nicola Jaeggli seit vielen Jahren mit Strukturen, Texturen und stereometrischen Körpern. Bereits vor der Jahrtausendwende setzte sie digitale 3D-Programme als künstlerisches Werkzeug ein. In einem aufwändigen Prozess entwickelte sie Bilder ohne fotografische Vorlage und schuf so eigenständige, virtuelle Bildräume.

Jaegglis Arbeiten entstehen aus der bewussten Suche nach Situationen und Formen, die in der realen Welt nicht existieren. Die erfundenen Bildmotive variiert sie seriell und entwickelt sie in unterschiedlichen formalen Konstellationen weiter. Formal lassen sich ihre Werke als gegenständlich und sachlich beschreiben, zugleich weisen sie eine künstlich-illusionistische, aus der Vorstellung heraus entwickelte Bildidee auf, die bisweilen surreale Züge trägt.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Bereits 1978 erhielt Nicola Jaeggli ein Stipendium des Kantons Zürich. 1987 wurde ihr ein Atelierstipendium des Kantons Zürich für einen Studienaufenthalt in der Cité Internationale des Arts in Paris zugesprochen. 1989 ermöglichte ihr ein Atelierstipendium der Stadt Winterthur einen weiteren Studienaufenthalt in Paris.

Seit 1988 ist Nicola Jaeggli Mitglied der Künstlergruppe Winterthur.


Benutzte und weiterführende Literatur

Gmür, Martin: Neues Konzept macht Werkschau interessant, in: Tages-Anzeiger, 06.12.2003.


Autor/In:
Lucia Angela Cavegn
Letzte
Bearbeitung:
17.01.2026
Nutzungshinweise
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