Am 30. November 1865 gründete der Mechaniker August Schellenbaum-Wipf in Winterthur eine mechanische Werkstätte mit einer Buntmetallgiesserei. Der Betrieb befand sich an der Lindstrasse 31, im Gleisdreieck, unweit der Brauerei Haldengut. Zunächst stellte Schellenbaum vor allem Zubehör für Brauereien her, darunter Bierpumpen, Abfüllanlagen und Bierfilter. Zu seiner Kundschaft gehörten zahlreiche Schweizer Brauereien. Später erweiterte er das Sortiment um Pumpen und Filteranlagen für Kellereien sowie Armaturen und Spritzen für Feuerwehren.
Das Unternehmen entwickelte sich erfreulich. Bereits 1894 konnte Schellenbaum eine Nachbarliegenschaft erwerben und die Werkstätte erweitern. Nach seinem Tod 1898 übernahm sein Sohn August Schellenbaum-Schurter die Verantwortung für den Betrieb. Er hatte eine Mechanikerlehre absolviert und am Technikum Winterthur studiert. Nach einer Weiterbildung im Ausland führte er das Unternehmen ab 1907 auf eigene Rechnung weiter.
Unter seiner Leitung begann die Entwicklung vom Armaturenhersteller zum Kältetechnikunternehmen. 1910 entstand eine Abteilung für die Isolierung von Eiskellern. Zwei Jahre später baute die Firma maschinelle Kühlanlagen. Während des Ersten Weltkriegs litt die Firma unter Rohstoffknappheit, Personalmangel und rückläufigen Aufträgen. Die Erweiterung des Produktionssortiments half, die schwierigen Jahre zu überstehen.