Der Steg im Schlosstal ist eine von 22 Brücken, die auf dem Gebiet der Stadt Winterthur über die Töss führen. Sie ist ein Beispiel einer frühen Stahlbetonbrücke nach dem Vorbild der Brücken des berühmten Ingenieurs Robert Maillart. Der 14 Zentimeter starke Betonbogen überspannt die Töss auf einer Breite von 38 Metern; die ganze Brücke ist 48 Meter lang.
Die Pläne der Brücke stammen vom Winterthurer Ingenieur Walter Pfeiffer (1893-1957). Der Winterthurer Stadtrat zeigte sich zunächst skeptisch über die leichte Konstruktion. Erst ein Gutachten Robert Maillarts konnte ihn 1932 von ihrer Stabilität überzeugen. Die Brücke wurde 1933 innert zwei Monaten als Massnahme zur Arbeitsbeschaffung erbaut und 2002 umfassend saniert. Im Inventar Historischer Verkehrswege der Schweiz IVS ist sie als Objekt von nationaler Bedeutung gelistet.