Im altehrwürdigen Gebäude der Klinik Schlosstal waren vor der Zeit der Klinik Schlosstal schon zwei andere Institutionen zu Hause. Die Ursprünge des Standortes gehen auf das Jahr 1820 zurück. Damals liess die Familie Beugger dort eine Spinnerei errichten. Bis zum Konkurs der Spinnerei im Jahr 1888 arbeiteten dort neben 35 Frauen und 29 Männern auch 41 Kinder unter 16 im Fabrikbetrieb.
Im selben Jahr erwarb der Kanton Zürich die Liegenschaft und richtete darin eine Anstalt ein, die 1894 ihren Betrieb mit 238 Patientinnen und Patienten aufnahm. «Die Anstalt», wie das Gebäude im Volksmund genannt wurde, diente überwiegend der Betreuung von älteren Menschen sowie von Personen mit chronischen psychischen Erkrankungen oder ansteckenden Krankheiten. Das Krankenheim verfügte etwa über 310 Betten. Bis 1965 wurde der Name modernisiert. Fortan hiess die Institution «kantonales Krankenheim Wülflingen». Im Jahr 1975 errichtete der Kanton einen Neubau, wofür die Stimmbürger über 27 Millionen Franken bewilligten. Im Neubau fanden neben weiteren Betten auch Räumlichkeiten für die Aktivierungstherapie, eine Cafeteria und eine Werkstatt Platz. Von 1999 bis 2005 vollzog sich im Rahmen der Einführung des neuen Psychiatriekonzepts der Wandel vom kantonalen Krankenheim zur psychiatrischen Klinik Schlosstal.