Eduard Kübler Senior (1849-1917) wurde 1849 in Wiesendangen geboren. 1877 zog er nach Winterthur und eröffnete am Untertor ein Handelsgeschäft. Dort verkaufte er unter anderem Eisen, Metalle und Kohle. Nachdem die Druckerei und Färberei Geilinger 1892 im Archareal ihren Betrieb eingestellt hatte, zog Kübler in einen Teil der freigewordenen Räumlichkeiten. Neben einem Büro und einem Lager richtete er in der Liegenschaft «zur Arch» Stallungen für seine Pferde ein und stellte dort seine Fuhrwerke unter. Der Import von Kohle, Koks und Briketts für die Eisenbahn, die Industrie und das Gewerbe entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu seinem Kerngeschäft. Mit der Verbreitung der Zentralheizung stieg insbesondere die Nachfrage nach Kohle. Aus dem einst bescheidenen Kohlehandel wurde ein prosperierendes Geschäft. 1896 bürgerte er sich in Winterthur ein und heiratete die 20-jährige Julie Schleuss, deren Familie aus Thalheim stammte. Gemeinsam zogen sie an die Konradstrasse 12 in Winterthur. 1897 wurde ihr Sohn Eduard junior geboren. Aus dem bescheidenen Kohlehandel wurde im Laufe der Jahre ein prosperierendes Geschäft. 1903 kaufte er an der Heiligbergstrasse 28 eine kleine Stadtvilla im italianisierenden Stil für 37'000 Franken. Erst der Ausbruch des Ersten Weltkrieges stellte die Firma vor neue Herausforderungen: Während des Krieges stockte der Kohleimport und der Kohleverbrauch wurde stark eingeschränkt. Die schwierige Lage während des Krieges belastete die Firma und Eduard Kübler stark. 1917 erlitt er einen Schlaganfall und verstarb kurz darauf.