Kunst und Kultur

René Fehr-Biscioni

Maler und Holzschneider, *1958

René Fehr-Biscioni ist ein in Winterthur lebender Maler und Holzschneider. Sein Werk umfasst Schwarzweiss- und Farbholzschnitte, Acrylmalerei und Kreidezeichnungen. Charakteristisch sind reduzierte Bildkompositionen und der Fokus auf beiläufige Alltagsmomente. Fehr-Biscioni ist mehrfach ausgezeichnet und seit 1990 Mitglied von Xylon Schweiz.


Geburtsort
Zürich

Geboren
23.03.1958


Einladungskarte fürs Gaswerk von René Fehr-Biscioni, 1992.
Foto: winbib (Signatur 064506)

Ausbildung und künstlerische Anfänge

René Fehr-Biscioni wurde 1958 in Zürich geboren und wuchs in Winterthur auf. 1976 lernte er den Winterthurer Holzschneider Heinz Keller kennen, der sein Interesse am Holzschnitt nachhaltig prägte. In der Folge setzte er sich intensiv mit Holzschnitt und Malerei auseinander. Er erhielt Zeichenunterricht bei Emil Häfelin und besuchte Abendkurse an der Schule für Gestaltung Zürich.

Parallel dazu absolvierte Fehr-Biscioni an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) den Studiengang Kulturingenieur und schloss diesen 1983 mit dem Diplom ab. Von 1986–1990 besuchte er die Hochschule für angewandte Kunst in Wien, wo er in der Meisterklasse von Professor Wolfgang Hutter studierte. 1990 erlangte er dort das Diplom als Magister Artium.

Leben und Werk

Seit 1990 lebt und arbeitet René Fehr-Biscioni in Winterthur als freischaffender Künstler. Sein künstlerisches Schaffen konzentriert sich auf den Schwarzweiss- und Farbholzschnitt, die Acrylmalerei sowie die Kreidezeichnung.

Charakteristisch für seine Arbeiten ist die Reduktion der Kompositionen auf wenige prägnante Bildgegenstände. Die Bildausschnitte seiner Holzschnitte erinnern an fotografische Momentaufnahmen, die durch die Übertragung in das aufwändig herzustellende Medium des Holzschnitts eine zeitliche Dehnung und Überzeitlichkeit erhalten. Fehr-Biscioni richtet seinen Blick bewusst auf das Nebensächliche: scheinbar Belangloses, Beiläufiges und Alltägliches rückt er in den Fokus und schärft damit die Wahrnehmung für das Leben «zwischen den Zeilen».

Auszeichnungen und Netzwerke

René Fehr-Biscioni wurde mehrfach für sein künstlerisches Schaffen ausgezeichnet. 1990 erhielt er ein Stipendium des Kantons Zürich. 1997 wurde ihm an der Ausstellung Xylon 13 der 1. Preis der Stadt Winterthur sowie der Preis der Stiftung graphische Kunst in der Schweiz verliehen. 2001 folgte der Prix de la Ville du Locle.

Seit 1990 ist Fehr-Biscioni Mitglied von Xylon Schweiz. Von 1996–2021 gehörte er der Künstlergruppe Winterthur an.


Benutzte und weiterführende Literatur

1916–2026. Künstlergruppe Winterthur. Das Buch zum Jubiläum, Winterthur 2016.
Abt, Ueli: «Auf meine Weise zu Cabrio gekommen», in: Der Landbote, 02.10.2009.

Bibliografie

    Fehr-Biscioni, René, 1958-, Holzschneider, Kunstmaler

    • Einträge 1991–2010

      Ausstellungen: Sulzer-Fassaden, in Glattfelden: Landbote 1992/85 1Abb.
      Galerie Weisses Haus: Weinländer Zeitung 1993/41 1Abb. - Landbote 1993/82 1Abb. - Winterthurer Arbeiterzeitung 1993/95.
      In Andeer: Zürcher Oberländer 1994/60.
      Galerie Blaues Schild: Landbote 1999/265 von Kathrin Gebert-Kuhn.
      In: Tages-Anzeiger 1997/37 von Urs Honauer, 1Abb. [Winterthurer Dok.1997/4].
      Auszeichnung: Landbote 1998/185.


Autor/In:
Lucia Angela Cavegn
Letzte
Bearbeitung:
02.02.2026
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