1895 eröffnete der Unternehmer und Kaufmann Jakob Heinrich (Henri) Sulzer-Bühler eine Nagelfabrik in der Grüze. Der Winterthurer war nur entfernt mit dem Industriellenzweig der Familien Sulzer verwandt. Er selbst betrieb ab 1870 ein eigenes Geschäft beim Bahnhof und handelte zuerst mit Mühlsteinen. Später, im Jahr 1887 ging er eine Geschäftsbeziehung mit dem Müller Rudolf Bosshard ein und betrieb mit ihm die Steigmühle in Töss, wo sie eine Fabrikationsanlage für die Produktion von Schloss-, Bau- und Latt-Nägel einrichteten. Für diese Fabrik wurden auch die ersten Maschinen angeschafft.
Ab 1895 gingen die beiden Geschäftsmänner dann wieder getrennte Wege. Henri Sulzer-Bühler liess darauf in der Grüze eine neue «Musterfabrik» errichten. Dabei nahm er es mit den damals baupolizeilichen Vorgaben nicht so genau und errichtete einen 25 auf 6 Meter grossen Fabriksaal, der aber nicht die aus fabrikhygienischen Gründen erforderliche Höhe von vier Metern aufwies. Trotz einem Schlagabtausch mit den Behörden erhielt er einige Zeit später die Betriebsbewilligung für seine kleine Fabrikationsanlage.
Die Maschinenfabrik Oerlikon lieferte für den Betrieb mehrere vertikale Stiftschlagmaschinen, die bis heute erhalten und funktionsfähig sind. Damit konnte ein Arbeiter allein neu in wenigen Sekunden Nägel herstellen. Das eingeschossige Gründergebäude mit Stichbogenfenstern steht noch immer; darin sind Maschinen aus dem Gründungsjahr installiert. Die historischen Nagelmaschinen werden von einem 12 Meter langen Transmissionsantrieb über Wellen und Lederriemen von einem mit wenigen PS betrieben Elektromotor angetrieben.
Solche kleine Nagelfabriken verdrängten gegen Ende des 19. Jahrhundert das ursprüngliche Nagelschmiedehandwerk. Die industriell fabrizierten Nägel galten von Anfang an als günstige Alltagsprodukte und standen deshalb im Schatten der grossen Maschinenindustrien. Dennoch waren sie ein bedeutender Baustein für die sich rasch industrialisierende Schweiz. Die Geschäfte liefen gut und so konnte Henri Sulzer-Bühler seine Anlage bereits 1899 erweitern.