Ende des 19. Jahrhunderts lebten viele Arbeiter:innen in prekären Verhältnissen. Um der beengten Wohnsituation und den unhygienischen Zuständen entgegenzuwirken, baute die Gesellschaft für den Bau günstiger Wohnhäuser in Winterthur (GEbW) in der ganzen Stadt Siedlungen. Anstatt Mietskasernen, wie sie im Ausland häufig anzutreffen waren, errichtete die GEbW, freistehende, gut belichtete und belüftete Häuser mit Selbstversorgergärten. Im Geiselweidquartier kaufte die GEbW 1888 der Tössttalbahn ein 20'590 Quadratmeter grosses Grundstück ab, das sich zwischen der Pflanzschulstrasse und der Scherrerstrasse befand. Seitlich war es durch die Grüzenstrasse und die Mühlebrückstrasse begrenzt. Die 1892 neu erstellte Schauenbergstrasse und die Hermannstrasse unterteilten die Bauparzelle.