1872 gründeten der Direktor der Bank in Winterthur, Conrad Keller-Egg, der Stadtrat von Schaffhausen, Gottfried Keller-Sulzer, und Johann Friedrich Bader-Wild am Oberen Graben 2 eine Leimfabrik in Winterthur. 1876 siedelten sie die Fabrik in der Grüze an der St. Gallerstrasse 119 an. Dort kochten sie Knochen und Schlachtabfälle aus und erzeugten so das Grundmaterial für Leim. Nachdem sie wenig erfolgreich versucht hatten, Gelatine aus Knochen zu produzieren, zogen sie Carl Simeons für die Leitung der Produktion hinzu. Er hatte in Höchst eine Gelatinefabrik geleitet und verfügte über die nötigen Fachkenntnisse. Er übernahm die Fabrik pachtweise und führte sie unter dem Namen «Gelatinefabrik Winterthur Carl Simeons». Die alte Firma, die Leimfabrik, war derweil Teilhaberin. Damals war die Fabrik die einzige Gelatinefabrik in der Schweiz.