1874 plante der Winterthurer Architekt Ernst Jung für die Hülfsgesellschaft Winterthur den ersten Kindergarten der Stadt Winterthur. 1877 konnte er eingeweiht werden. 180 Kinder besuchten den Kindergarten Inneres Lind, der mit drei Räumen, einem Spielsaal, einem Schlafraum und einem grossen Garten ausgestattet und nach den Prinzipien von Friedrich Fröbel gebaut war. Das Bedürfnis nach Kindergärten war auch in den anderen Quartieren vorhanden. Besonders gross war es im Neuwiesenquartier, im Tössfeld und in Töss, wo die Industriearbeiterschaft schnell wuchs.
1884 schenkte die Firma Rieter der Hülfsgesellschaft an der Agnes-/Briggerstrasse im Tössfeld ein Grundstück für die Realisation eines weiteern Kindergartens. Das Startkapital für den Bau von 12'000 Franken ergab sich aus der Liquidation des Kreditvereins. In einem ersten Schritt erstellte Architekt Ernst Jung für die Hülfsgesellschaft im Tössfeld einen eingeschossigen Bau. Der neue Kindergarten war im Stil der umliegenden Arbeiterhäuser aus gelblichen Backsteinen gebaut und mit roten Backsteinen verziert.