1971 entstand der Verein Filmfoyer Winterthur mit dem Ziel, die Filmkultur in der Stadt Winterthur zu fördern. Der Verein verfügte damals über keine eigene Spielstätte sondern gastierte regelmässig in den unterschiedlichen Winterthurer Kinos. Der Verein zeigte jeweils am Dienstagabend Filmklassiker, Reprisen und Arthouse-Filme. Zu den damaligen Spielstätten gehörten unter anderem das Jugendhaus, das Kino Talgarten und das Kino Loge.
Schon früh kam der Wunsch nach einem eigenen Kino auf. Denn meistens konnten die Aufwendig beschafften Filme nur einmal gezeigt werden. Ausserdem fehlte es an einem festen Treffpunkt für das Publikum. 2010 fasste sich der Verein unter der Leitung seines langjährigen Präsidenten Rolf Heusser ein Herz und nahm die Planung eines eigenen Programmkinos in Angriff. Als Standort bot sich der Lagerplatz auf dem ehemaligen Sulzer-Areal an. Das Gebiet entwickelte sich nach dem Rückzug der Grossindustrie zu einem gemischt genutzten Quartier mit Gewerbe-, Bildungs- und Kulturbetrieben. Die Stiftung Abendrot, der das Areal gehört, unterstützte das Vorhaben und schloss mit dem Verein einen langfristigen Mietvertrag ab.
Als die Spielstätte gefunden war, wechselte der Verein seinen Namen in Kino Cameo. Der Name selbst stammt aus der Filmsprache und bezeichnet einen Auftritt einer bekannten Persönlichkeit im Film, ohne dass sie eine spezifische Rolle übernimmt.