Zwischen 1915 und 1917 liess sich die Familie Ziegler-Sulzer die Villa «Am Römerholz» nach Plänen der Genfer Architekten Maurice Turrettini und Guillaume Revilliod erbauen. Der repräsentative Bau im Stil der Neorenaissance liegt erhöht am Rand des Lindbergwaldes. Genannter Stil war Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts prägend für repräsentative Bauten in wohlhabenden Quartieren am Rande der Städte.
Das Anwesen ist zweistöckig, mit Ausnahme des direkt angebauten einstöckigen Wirtschaftstraktes, mit viel hellem Kalkstein und steilen Walmdächern. Im Süden des Gebäudes erstreckt sich eine Terrasse, die in einem streng geometrisch angelegten Garten.
Nach dem Kauf der Villa durch Oskar Reinhart im Jahr 1924 zog mit dem Hausherrn selbst, auch dessen stetig wachsende Kunstsammlung mit ein. Deshalb liess Reinhart bis 1925 nordwestlich der Villa eine Galerie anbauen, die ebenfalls von Maurice Turrettini und Friedrich Schneebeli gestaltet wurde. Die Galerie beinhaltete einen grossen und mehrere kleinere Oberlichtsäle, ein Grafikkabinett sowie ein Orgelzimmer, das später ebenfalls als Galerieraum dienen sollte. 1932 wurde im Auftrag Reinharts an die Architekten Robert Sträuli und Ernst Rüeger eine Badeanlage mit Sporthalle und weiteren Fitnessräumen in einem modernen Bau realisiert. Dieser Bau gehörte lange Zeit nicht mehr zur Sammlung «Am Römerholz», bis der Bund sich nach langjährigen Verhandlungen im Jahr 2026 dazu entschloss, ihn den Erben Reinharts abzukaufen.
Durch die Architekten Robert Sträuli, Ernst Rüeger und Karl Habegger liess Reinhart über die folgenden Jahrzehnte nach seinem Einzug einige weitere Umbauprojekte an der Villa vornehmen. So zum Beispiel die Umsetzung eines Klostergartens, des Goyasaals an das Galeriegebäude sowie zweier Wasserbassins im Garten.