Die Häuser «Zum Palmgarten» und «Zur Rosenau» standen im 19. Jahrhundert auf demselben Grundstück. Das um 1800 erbaute Bauerngut «Zur Rosenau» war das Pächterhaus des "Palmengartens". Zu den Liegenschaften gehörten eine Scheune, ein Stall, eine Remise und ein Holzschopf. Beide Häuser waren anfangs des 19. Jahrhunderts im Besitz des angesehenen und wohlhabenden Baumwollhändlers und Stadtrats Melchior Ziegler. Nach seinem Tod im Jahr 1824 erbte das Grundstück mit den beiden Liegenschaften und Nebengebäuden sein Sohn Jakob Melchior Ziegler (1801–1883). Als Geograf und Kartograf gründete er 1842 zusammen mit dem Lithografen Johann Ulrich Wurster (1824-1880) die lithografische Firma Wurster und Compagnie. Als Firmensitz und Arbeitsort nutzten die beiden das ehemalige Bauerngut "Zur Rosenau". Sie richteten im Haus ein Atelier und Arbeitsräume ein. In den Nebengebäuden brachten sie Pressen und Steine unter. 1872 zügelte die Firma an die Geiselweidstrasse. Nach seinem Tod verkauften die Erben von Jakob Ziegler die Liegenschaften «Zum Palmgarten» und «Zur Rosenau» mit Holzschöpfen, einem Eiskeller, einem Waschhaus, Gartenanlagen und Wiesen im Jahr 1895 an den Kreiskommandanten Johann Knopfli aus Zürich. Johann Knopfli verkaufte die beiden Häuser kurz darauf weiter. Das Haus "Zum Palmengarten" ging an A. Klinger vom "Huber Liegenschaftshandel". Das Grundstück "Zur Rosenau" kaufte der Stadtnotar Johann Ulrich Denzler (1851–1927).